Bauarbeiten im Siedlungsgebiet verzögern sich weiter

Für den südlichen Teil des Siedlungsgebietes gibt es ein Regenrückhaltebecken. Für den nördlichen Teil muss so ein Becken gebaut werden. (Foto: KT)

Wartenberg. Seit fünf Jahren sollen die Siedlungshäuser von Wartenberg an die Kanalisation angeschlossen werden. Doch die Baumaßnahmen verzögern sich.

Darüber beklagte sich Berliner-Woche-Leserin Monika Kynast. "Wir möchten erreichen, dass die Wasserbetriebe spätestens 2014 mit der Kanalisation in der Siedlung Wartenberg weiter bauen", sagt sie. Die Häuser im nördlichen Bereich sollten eigentlich bis spätestens 2014 an die Abwasserleitungen angeschlossen sein. "Durch die Verzögerung entstehen allen Betroffenen hohe Kosten", sagt Monika Kynast. Sie müssen weiter die Leerung der Klärgruben bezahlen. Und die Preise dafür steigen ständig. Die Anwohner befürchten nun, dass ihr Anschluss an die Kanalisation sich noch drei bis vier Jahre verzögert.

Auf Nachfrage der Berliner Woche bestätigten die Berliner Wasserbetriebe, dass "ein großer Teil der südlichen Siedlung in den Jahren 2011 bis 2013 an die Kanalisation angeschlossen wurde". Dafür wurde am Fennpfuhl eine neue Pumpstation gebaut. "Als die Pumpstation fertig war, stellten wir fest, dass dort mehr Wasser ankommt als berechnet", erklärt Pressesprecherin Astrid Hackenesch-Rump.

Die Ursache war schnell gefunden. Im Siedlungsgebiet kann das Regenwasser nicht vollständig versickern, sodass es über die offenen Deckel der Kanalisation abfließt. Für diese Mengen ist die Pumpstation aber nicht ausgelegt. Nun müssen die Wasserbetriebe ein neues Becken für Regenwasser bauen. So ein Rückhaltebecken gibt es bereits an der Straße 2/Straße 6. Nun wird ein Baugrundstück für ein zweites gesucht. Das muss der Bezirk zur Verfügung stellen.

"Die Wasserbetriebe sind nur für das Schmutzwasser zuständig", erklärt die Pressesprecherin. Für das Regenwasser ist der Senat und damit das Bezirksamt zuständig. "Wir sind dazu im Gespräch mit dem zuständigen Stadtrat Wilfried Nünthel(CDU)", betont Astrid Hackenesch-Rump. Sobald der Bezirk ein geeignetes Grundstück gefunden hat, kann die Kanalisation auch weiter gebaut werden. Dabei geht es vor allem um die Straßen im nördlichen Bereich zur Landesgrenze nach Brandenburg. "Die Häuser in der Straße 2 und in den Straßen 5 bis 8 müssen noch an die Kanalisation angeschlossen werden." Das sind 140 bis 150 Grundstücke.

Sobald die Wasserbetriebe mehr wissen, werden die Einwohner sofort informiert, sicherte die Pressesprecherin zu. Einen genauen Zeitplan konnte sie nicht benennen. Alles hängt davon ab, wann und wo das Rückhaltebecken gebaut werden kann.


Klaus Tessmann / KT
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