Neue Perspektiven für Gemüseerzeuger Havita

Bürgermeister Andreas Geisel (l.) mit Marion Nüske (3.v.l.) von der Wirtschaftsförderung mit den Geschäftsführern Marina Schlotte und Klaus Bauer. (Foto: Kahle)

Wartenberg. Der Frischgemüseerzeuger Havita, Lindenberger Straße 85, beliefert große Lebensmittelketten und macht rund 20 Millionen Umsatz im Jahr. Das Unternehmen wollte auf dem Gelände - laut Planungsrecht eine ausgewiesene Grünfläche - bauen. Das war nicht erwünscht. Inzwischen hat sich das geändert.

Bereits Anfang 2011 war auf Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) und des Bezirksamtes das Planungsrecht geändert worden. Die Grünfläche wurde im Interesse von Arbeitsplätzen zum Gewerbegebiet umgewidmet. Doch durch eine Kommunikationspanne zwischen Stadtplanung und Wirtschaftsressort hatte Havita davon nichts erfahren - mit beinahe verhängnisvollen Folgen.Das alteingesessene Unternehmen platzte am Standort bald aus allen Nähten. Doch Baugenehmigungen waren verweigert worden, so dass bereits ein Teil des Betriebes nach Lindenberg ausgelagert werden musste. "Wir sind fast resigniert, denn wir hatten keine Planungssicherheit", sagten die Geschäftsführer Marina Schlotte und Klaus Bauer.

Nun kann Havita am Standort Wartenberg endlich die lang ersehnten baulichen Veränderungen vornehmen und auch die dringend benötigten Gewächshäuser auf den Feldern des Unternehmens errichten. Sogar eine Biogasanlage ist jetzt möglich. Bürgermeister Andreas Geisel (SPD) überbrachte die frohe Botschaft in seiner Eigenschaft als Wirtschaftsstadtrat. Geisel forderte das Unternehme auf, zügig die entsprechenden Planungen vorzulegen. Zugleich sicherte er eine zügige Bearbeitung der Planungsunterlagen zu. Zudem wird sich die Wirtschaftsförderung, vertreten durch Marion Nüske, um ein Grundstück für sichere Lkw-Stellplätze kümmern. "Unser Ziel ist es, Arbeitsplätze zu erhalten", sagte Geisel der Berliner Woche. Deshalb habe er Havita zur Chefsache gemacht.


Michael Kahle / m.k.
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