Baugenossenschaft errichtet neues Viertel neben Weltkulturerbe

Der Polier versenkt im Beisein der Ehrengäste die Grundsteindose. (Foto: Dirk Jericho)

Wedding. Am 13. Mai hat die Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft von 1892 den Grundstein für ein neues Wohnviertel gelegt. In direkter Nachbarschaft zur Weltkulturerbesiedlung Schillerpark entstehen bis September 2015 in der Schwyzer Straße Ecke Barfusstraße 74 neue Wohnungen.

Nach den Plänen des Architekturbüros Bruno Fioretti Marquez, das Anfang 2012 einen Architektenwettbewerb gewonnen hatte, werden drei Häuser um einen großen begrünten Hof gruppiert.

Die Ein- bis Vier-Zimmerwohnungen haben alle eine Loggia oder eine Terrasse und bekommen Dielen- oder Fliesenfußböden. Dazu gibt es eine Tiefgarage mit 70 PKW-Stellplätzen.

Im Erdgeschoss des Gartenhauses wird eine Senioren-WG für zehn Bewohner eingerichtet. Wie 1892-Sprecherin Monika Neugebauer sagte, sollen die Wohnungen 8,50 Euro kalt pro Quadratmeter kosten. Das Investitionsvolumen für das Neubauviertel beträgt rund 14 Millionen Euro. Die Wohnungen werden ab kommenden Jahr vermietet. Bereits jetzt kann man sich als Interessent vormerken lassen. "Das Interesse ist groß", so Neugebauer.

Das Projekt hat 2012 beim Genossenschaftlichen Neubauwettbewerb "Bezahlbarer Wohnraum für Berlin" den ersten Preis gewonnen. Der Architektenwettbewerb für die Neubauten war wichtig, "um dem hohen gestalterischen Anspruch gerecht zu werden, der sich aus der besonderen Lage des Grundstücks in der Pufferzone um die Weltkulturerbe-Siedlung Schillerpark von Bruno Taut ergibt", sagte 1892-Vorstandsmitglied Thorsten Schmitt.

Im vergangenen Jahr hatte die Wohnungsbaugenossenschaft bereits den Deutschen Bauherrenpreis und den Sonderpreis "Denkmalschutz im Wohnungsbau" für die Sanierung der Hoffmann-Bauten im Schillerpark gewonnen. Die Ende der 1950er Jahre erstellten Häuser des Architekten Hans Hoffmann mit 112 Wohnungen wurden für acht Millionen Euro umfangreich saniert.

Wegen der zur Sonne ausgerichteten Glasfassaden der Gebäude hatte der Architekt den Beinamen Glas-Hoffmann. Die Häuser bilden mit den Backsteinhäusern von Bruno Taut aus den Jahren vor 1930 die Siedlung Schillerpark.


Dirk Jericho / DJ
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