Deutsches Herzzentrum und Charite legen ihre Einrichtungen zusammen

Berlin: Charité Campus Virchow-Klinikum |

Wedding. Die Charité und das Deutsche Herzzentrum Berlin (DHZB) tun sich zum neuen Universitären Herzzentrum Berlin (UHZB) zusammen.

Aus diesem Grunde bauen sie auf dem Gelände des Virchow-Klinikums am Augustenburger Platz 1 eine Klinik, in der die herzmedizinischen Einrichtungen der Charité und des DHZB zusammengeführt werden. Das hat der Senat am Mitte September beschlossen. Bereits im vergangenen Jahr hatten Charité und DHZB eine Grundsatzvereinbarung über ihre Kooperation abgeschlossen. „Ziel ist, ein Universitäres Herzzentrum Berlin aufzubauen, das den Standort für Wissenschaft, Forschung und Lehre sowie Krankenversorgung stärkt, kostenintensive Doppelvorhaltungen vermeidet und die Forschungskompetenz weiter stärkt“, heißt es darin.

Die Charité ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Sie besteht aus der Medizinischen Fakultät und dem Universitätsklinikum. Bisher betreibt die Charité kardiologische Kliniken an den Standorten Campus Virchow-Klinikum (CVK), Campus Charité Mitte (CCM) und Campus Benjamin Franklin (CBF). Des Weiteren verfügt die Charité über eine Klinik für Herzchirurgie am CCM und eine Klinik für Kinderkardiologie am CVK. Das Deutsche Herzzentrum wurde im Jahre 1985 vom Land Berlin als Stiftung bürgerlichen Rechts eingerichtet. Das DHZB ist führend in der Herzchirurgie.

Für das neue UHZB wird auf dem Gelände des Virchow-Klinikums ein Neubaukomplex errichtet. Als erstes wird ein Haus für das Herz-Kreislauf-Zentrum gebaut. In diesem Gebäude wird die zentrale Notaufnahme untergebracht. Auf dem Dach ist ein Hubschrauberlandeplatz geplant. Im zweiten Bauabschnitt entsteht ein weiteres Gebäude als Ersatz für die Einrichtungen des DHZB. Nach bisherigen Planungen soll Berlins zentrale Herzklinik 200 Millionen Euro kosten. Die Bauarbeiten sollen 2018 starten. Wissenschaftssenatorin Sandra Scheeres (SPD) nannte den Beschluss zur Fusion „ein riesigen Erfolg“. Sowohl für die Forschungsleistungen als auch für die Versorgung der Patienten werde das einen Schub geben. „Wir können hervorragend die Stärken der beiden renommierten Einrichtungen verknüpfen. International werden wir noch konkurrenzfähiger“, so Scheeres. DJ
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