Radler haben Vorfahrt: Straßenzug Togo- und Antwerpener Straße wird Fahrradstraße

Togo- Ecke Seestraße: Derzeit endet der Fahrradweg auf der Fahrbahn. Der Bezirk möchte die Togostraße als Fahrradstraße ausweisen. (Foto: Dirk Jericho)

Wedding. Der Bezirk hat in den vergangenen 15 Jahren rund zehn Millionen Euro für den Radverkehr investiert. In diesem Jahr stehen weitere Projekte an.

Auf drei Straßenzügen stehen schon die quadratischen Schilder mit dem weißen Radsymbol auf blauem Kreis: Jetzt sollen weitere Fahrradstraßen hinzukommen. Bisher haben Radler Vorfahrt auf der Linienstraße, auf der Choriner- und Gormannstraße sowie auf der Roch- und Max-Beer-Straße. Dort dürfen Radfahrer nebeneinander fahren, für Anlieger gilt Tempo 30.

Noch in diesem Jahr will das Bezirksamt damit beginnen, den Straßenzug Togostraße – Antwerpener Straße als Fahrradstraße auszuweisen. Die Parallelstraße zur Müllerstraße führt von der Afrikanischen über die Seestraße bis zum Zeppelinplatz durch reine Wohngebiete. Die Mittelpromenade wird seit Jahren saniert und soll Grün- und Erholungsstreifen für die Anwohner sein. Neue Spielplätze sind entstanden, Abschnitte der maroden Promenade sind bereits fertig. Es gibt schon seit langem Pläne, diesen Straßenzug zur Fahrradstraße zu erklären. „Baulich müssen wir da gar nicht mehr soviel machen. In diesem Jahr soll die Straße gewidmet werden“, sagt Mittes Verkehrsplaner Siegfried Dittrich.

Das Straßenamt will in diesem Jahr auch die Sanierung der maroden Radwege an der Seestraße fortsetzen. In sechs Abschnitten zwischen Müllerstraße und Reinickendorfer Straße sollen die gefährlichen Buckelpisten auf der südlichen Seite saniert und von jetzt 80 Zentimeter auf 1,60 bis zwei Meter verbreitert werden. Insgesamt stehen dafür 666 000 Euro zur Verfügung. In den vergangenen zwei Jahren wurden bereits Abschnitte der Fahrradwege an der Seestraße auf der Nord- und Südseite saniert.

Weitere Radwegsanierungen stehen demnächst an der Strom- und der Sickingenstraße an, so Dittrich. Neue Radwege und Radstreifen plant der Bezirk entlang des Spreeradweges einschließlich Schleswiger Ufer, an der Budapester Straße und Stülerstraße sowie der Hanna-Arendt-und der Französischen Straße. Die Chausseestraße bekommt markierte Radfahrstreifen, wenn die BVG mit ihrer derzeit laufenden Tunnelsanierung fertig und die Straße neu asphaltiert ist. DJ
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.