Bildungsverwaltung will in Muttersprachler einstellen

Wedding. An der Vineta-Grundschule und der Erika-Mann-Grundschule sowie an der Lemgo-Grundschule in Kreuzberg sollen so schnell wie möglich "muttersprachlich arabische Lehrkräfte" unterrichten.

Damit setzt die Bildungsverwaltung das 2010 gestartete Pilotprojekt "zur Beschäftigung von Lehrkräften mit arabischem Migrationshintergrund zur Steigerung der Quote arabischer Lehrkräfte mit deutscher Lehrbefähigung" fort, teilte die Schulbehörde mit. Drei arabische Lehrer unterrichten bereits in Neukölln, Friedrichshain-Kreuzberg und Wedding. Alle drei wurden nach einer Probezeit unbefristet übernommen. Die Lehrer werden vorerst befristet bis zum Ende des Schuljahres an den Schulen mit einem sehr hohen Anteil von Kindern mit arabischen Wurzeln eingestellt. "Nach erfolgreich bestandener Erprobung ist eine unbefristete Einstellung beabsichtigt", heißt es in dem Aufruf. Die Pädagogen unterrichten Grundschulfächer in deutscher Sprache. Die Kollegen mit Arabisch als Muttersprache hätten eine hohe Sprach- und Kulturkompetenz, so Beate Stoffers. Die Behörde erhofft sich dadurch, die Eltern besser zu erreichen und mit einzubeziehen. "Die Schulen müssen das wertvolle Potential interkultureller und mehrsprachiger Kompetenz nutzen. Lehrkräfte mit Migrationshintergrund sind zudem ein gelungenes Beispiel für Integration und können einen positiven Einfluss auf Schüler mit ähnlicher Herkunft ausüben", sagte Sandra Scheeres.

Die Bewerbungsunterlagen können bis zum 14. November unter Angabe der Kennzahl I B - 33/2012 bei der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft eingereicht werden: Zentrale Bewerbungsstelle, Bernhard-Weiß-Straße 6, 10178 Berlin, E-Mail: bewerbungsstelle_schule@senbjw.berlin.de. Ausführliche Informationen und die detaillierte Stellenausschreibung gibt es im Internet unter www.berlin.de/sen/bildung/lehrer_werden/einstellungen.

Dirk Jericho / DJ
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