Genossenschaft gewinnt mit einem Neubau Wettbewerb

Blick aus der Schillerparksiedlung auf das neue Wohnprojekt Schwyzer Straße, Ecke Barfusstraße. (Foto: Bruno Fioretti Marquez Architekten, Berlin)

Wedding. Die Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft von 1892 eG (BBWO 1892) baut neben ihrer Welterbesiedlung Schillerpark 86 neue Wohnungen. Das Projekt wurde jetzt beim genossenschaftlichen Neubauwettbewerb des Senats ausgezeichnet.

Das Grundstück Schwyzer Straße Ecke Barfusstraße war jahrelang kein schöner Ort. Das marode und geschlossene Jugendheim war völlig zerfallen; Obdachlose haben in dem Haus campiert, immer wieder gab es Vandalismus. Die BBWO 1892 hat den "Schandfleck, der überhaupt nicht zu unserer benachbarten Welterbesiedlung Schillerpark gepasst hat", so 1892-Vorstand Thorsten Schmitt, im Frühjahr abgerissen. Die Genossenschaft hatte das Grundstück vom Liegenschaftsfonds gekauft und will hier gegenüber vom Schillerpark 2015 ein neues Wohnensemble errichten. Insgesamt 86 Ein- bis Vier-Zimmer-Wohnungen sind in den viergeschossigen Häusern geplant. Ende 2016 können die Genossenschaftler einziehen. Für das Projekt wurde "1892" beim Senatswettbewerb als eine von neun Berliner Wohnungsbaugenossenschaften beim genossenschaftlichen Neubauwettbewerb 2012 ausgezeichnet. "Ein schönes Geburtstagsgeschenk im 120. Jahr unseres Bestehens", freut sich BBWO-Chef Thorsten Schmitt.

Die Jury unter Vorsitz von Baustaatssekretär Ephraim Gothe war von der Architektur und von der Schaffung altengerechten Wohnraums beeindruckt. Der Entwurf des Berliner Büros Bruno Fioretti Marquez Architekten wurde nach einem Architektenwettbewerb gemeinsam mit Bezirks- und Senatsvertretern ausgewählt. Alle Wohnungen sind barrierearm und per Fahrstuhl erreichbar.

Die neuen Wohnungen sind auch für Mieter aus der benachbarten Schillerparksiedlung interessant. Denn in dem von Bruno Taut entworfenen Häusern gibt es keine Wohnung, die nicht über Treppen zu erreichen ist. "Wenn zum Beispiel ältere Mieter umziehen möchten, können sie in ihrem gewohnten Umfeld bleiben", so Schmitt. Auch die Bewohner der kleinen Senioren-WG werden in den Neubau ziehen, in der eine moderne Senioren-WG mit etwa zehn Plätzen entsteht.

Das Wohnprojekt wird generationenübergreifend auch für junge Familien oder Singles konzipiert. Die Miete in den neuen Häusern kostet laut Schmitt 8,50 Euro kalt. Die Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft von 1892 eG, die insgesamt 6500 Wohnungen, vor allem in Wedding, Tempelhof und Charlottenburg hat, investiert zwölf Millionen Euro in das Neubauprojekt.

Alle Wettbewerbsbeiträge des Senatswettbewerbs sind bis Ende Januar montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr im Ausstellungsraum der Senatsbauverwaltung in der Württembergischen Straße 6 zu besichtigen.

Dirk Jericho / DJ
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