Rathausturm wird ab Sommer saniert: Verbindungsgang zum Rathaus vakant

Wedding. Noch ist nicht entschieden, ob der Verbindungsgang zum Rathausaltbau, die sogenannte Beamtenlaufbahn, abgerissen wird.

Die letzten Bezirksamtsmitarbeiter haben ihre Büros verlassen. Seit Ende letzten Jahres stehen die zehn Etagen im maroden Rathausturm leer. Nur das Bürgeramt im Erdgeschoss bleibt noch bis Juni und zieht dann in das Finanzamtsgebäude am U-Bahnhof Osloer Straße. Der Bezirk musste den Rathausturm in der Müllerstraße 147 aufgeben, um Gebäudekosten zu sparen. In den Büroturm zieht Ende 2014 das Jobcenter. Bis dahin saniert die landeseigene Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) als neuer Eigentümer das Haus und richtet die Räume für die Arbeitsvermittler her. Die BIM investiert mehrere Millionen Euro für die energetische Fassadensanierung und für neue Haustechnik.

Zur Disposition steht auch der Übergang zwischen dem Rathausneubau und dem Altbau. Die sogenannte Beamtenlaufbahn ist wegen der unterschiedlichen Hauseigentümer nicht mehr notwendig. Bei einer Befragung von Anrainern und Nutzern zur geplanten Neugestaltung des Rathausplatzes im Rahmen des Aktiven Zentrums und Sanierungsgebietes Müllerstraße hatten sich im Sommer die meisten dafür ausgesprochen, das Brückenbauwerk abzureißen. Damit soll die störende Sichtbarriere zum hinteren Rathausplatz beseitigt und der Campus der Beuth-Hochschule besser an die Müllerstraße angedockt werden.

In den Workshops wurden aber auch Ideen entwickelt, wie man den Durchgang als Gestaltungselement nutzen kann. Es gibt Vorschläge, die Beamtenlaufbahn als "Merkpunkt" auf dem Platz durch eine Beleuchtung zu betonen und für Lichtinstallationen oder Ausstellungen zu nutzen. Entschieden ist bisher noch gar nichts. Das Bezirksamt will erst mal abwarten, welche Ideen die Architekten für die Umgestaltung des gesamten Rathausumfeldes haben. Demnächst soll dazu ein landschaftsplanerischer Gestaltungswettbewerb gestartet werden. Die Teilnehmer bekommen mit ihren Ausschreibungsunterlagen auch die Ergebnisse aus den Sommerworkshops in die Hand gedrückt. Die Architektenbüros sollen dann klar sagen, was sie mit dem Durchgang vor haben.


Dirk Jericho / DJ
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