Jugendliche bekommen von der BSR eine Jobchance

Erster Arbeitsvertrag. 17 Jugendliche wurden im SOS-Ausbildungszentrum und bei der BSR für den Job als Müllwerker fit gemacht. (Foto: BSR/Petra Lang)

Wedding. 17 Jugendliche erhielten jetzt Arbeitsverträge bei der Berliner Stadtreinigung (BSR).

Seit 18 Jahre kümmert sich das SOS-Berufsausbildungszentrum in der Oudenarder Straße 16 vor allem um sogenannte benachteiligte Jugendliche. Das sind Frauen und Männer aus sozial schwierigen Verhältnissen oder Schulabbrecher, zumeist mit ausländischen Wurzeln. Im SOS-Zentrum können sie unterschiedliche Berufe lernen.

Alleinerziehende junge Mütter bekommen hier besondere Unterstützung. Im Rahmen der Berufsorientierung versuchen die Sozialarbeiter und Ausbilder, die Leute erst einmal wieder an das "pünktliche Aufstehen zu gewöhnen und fit für eine Ausbildung zu machen", wie Nicole Bethke vom SOS-Berufsausbildungszentrum sagt.

17 junge Männer haben jetzt einen Arbeitsvertrag mit der BSR in der Tasche. Im neuen Kooperationsprojekt zwischen der kommunalen Stadtreinigung und den SOS-Ausbildern mit dem Titel "SISA - sicher abfahren, sauber ankommen" erhielten sie "die einmalige Chance, sich praktisch bei der BSR auszuprobieren und sich so für einen Job beim kommunalen Unternehmen zu qualifizieren", heißt es. Nach fünf Monaten bei der BSR und im SOS-Ausbildungszentrum sind die Männer fit für den Job als Müllwerker oder Straßen- und Grünflächenreiniger.

Einer der 17 SISA-Jungs hat von der BSR einen Ausbildungsvertrag zum Berufskraftfahrer bekommen Die anderen können sich jetzt mit dem vorerst auf ein Jahr befristeten Arbeitsvertrag beweisen. Insgesamt waren 20 junge Männer angetreten. Drei haben es aber nicht geschafft und hingeschmissen. Für die anderen beginnt jetzt "ein eigenständiges und unabhängiges Leben", so Nicole Bethke.

"Um sechs Uhr früh mit den SOS-Mitarbeitern auf den Betriebshöfen der BSR zu sein, sich an feste Regeln und Abläufe zu halten und Verantwortung zu übernehmen, waren neue Herausforderungen für die Jugendlichen", sagt Fred Britz vom SOS-Berufsausbildungszentrum. "Bei SISA konnten unsere Jugendlichen beweisen, wie wichtig ihnen ein fester Arbeitsplatz ist und wie sehr sie dafür kämpfen", so der Ausbilder.

Das SISA-Programm von BSR und dem SOS-Berufsausbildungszentrum sowie den Trägern Zukunftsbau GmbH und Neues Wohnen im Kiez GmbH sowie dem Jobcenter und dem Jugendamt soll im Herbst fortgeführt werden.

Weitere Informationen unter www.sos-baz-berlin.de.

Dirk Jericho / DJ
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