Auf dem südlichen Pistoriusplatz errichtet jetzt eine Baugruppe 46 Wohnungen

So soll der südliche Pistoriusplatz in naher Zukunft aussehen. (Foto: Baugruppe Pistoriusplatz GbR)
Berlin: Pistoriusplatz |

Weißensee. Wer dieser Tage die Charlottenburger Straße am Pistoriusplatz vorbeikommt, wird sich wundern. Um den südlichen Teil des Platzes wird ein Bauzaun aufgestellt.

Auf dem nördlichen Teil wurden unterdessen die Parkplätze neu markiert. Auf dem südlichen Pistoriusplatz beginnen demnächst die Bauarbeiten für ein neues Wohnquartier. Errichtet wird es von der Baugruppe Pistoriusplatz. „Wir sind keine Investoren, die Wohnungen als Spekulationsobjekt betrachten. Wir sind eine Baugruppe, die sich aus ganz unterschiedlichen Menschen zusammensetzt: aus Familien und aus Einzelpersonen, aus jüngeren und älteren Menschen, aus Alt-Berlinern und Neu-Berlinern, die sich hier ein neues Zuhause schaffen möchten“, erklärt Constanze Löffler von der AG Öffentlichkeitsarbeit der Baugruppe. „Unter uns gibt es kaum Autofahrer, sondern vorwiegend Radfahrer.“

Neues Quartier will Teil des Kiezes werden

Der Wunsch der Baugruppen-Mitglieder: Sie wollen kein gesichtsloses Immobilienprojekt. Sie möchten sich stattdessen in das nachbarschaftliche Zusammenleben einbringen. Aus diesem Grunde hat die AG Öffentlichkeitsarbeit eine kleine Broschüre zusammengestellt, in der sie die Baugruppe vorstellt. Diese verteilen ihre Mitglieder dieser Tage in der Nachbarschaft.

Der südliche Pistoriusplatz war bereits 1997 vom Bezirksamt an einen privaten Investor verkauft worden. Damit verbunden wurde seinerzeit die Genehmigung, das Grundstück zu bebauen. Im Jahre 2012 erwarb dann die Baugruppe Pistoriusplatz GbR die Fläche. Ihr Anliegen war es von Anfang an, dass sich der Neubau in das bauliche Umfeld des Pistoriusplatzes einfügt.

Damit ein Entwurf entsteht, der möglichst breite Zustimmung erfährt, fand ein zwei Jahre dauernder Planungsprozess statt. Daran waren nicht nur Stadtplanungsamt, Denkmalschutzbehörde, Bauamt und die ausführenden Architekten Kaden und Langer beteiligt, auch das Berliner Baukollegium unter dem Vorsitz von Senatsbaudirektorin Regula Lüscher wurde einbezogen.

Um einen begrünten Innenhof

Am 23. Dezember vergangenen Jahres gab es vom Bezirksamt die Baugenehmigung. Geplant sind 46 Wohnungen. Die Bebauung entwickelt sich um einen begrünten Innenhof. Auf der östlichen Seite des Pistoriusplatzes wird vier Etagen, auf der westlichen fünf Etagen hoch gebaut. Voraussichtlich 175 Menschen werden dort ein neues Zuhause finden. „An der südwestlichen Ecke des Pistoriusplatzes, an der Charlottenburger Straße, wird ein kleiner Platz entstehen, den wir mit öffentlichem Leben füllen wollen“, sagt Constanze Löffler. Dort soll im Erdgeschoss ein Café einziehen.

Die eigentlichen Bauarbeiten werden in diesem Monat mit Pfahlbohrungen beginnen. Geplant ist, dass ab Herbst 2017 die ersten Baugruppenmitglieder einziehen. Der nördliche Pistoriusplatz bleibt übrigens als Parkplatz mit 164 Stellplätzen erhalten.

Weil ein so großes Bauvorhaben bei langjährigen Anwohnern sicher Fragen und auch Verunsicherungen aufwirft, organisieren die Baugruppenmitglieder demnächst in Zusammenarbeit mit dem Verein Für Weißensee eine Informationsveranstaltung. BW

Weitere Informationen gibt es über den E-Mail-Kontakt pistoriusplatz_pr@gmx.de.
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