Ausbildungsbörse in der Heinz-Brandt-Oberschule

Jörg Oppen von der Fleischerei Oppen gab den Schülern einen kleinen Einblick in die Arbeit in seinem Betrieb. (Foto: BW)

Weißensee. Die Heinz-Brandt-Sekundarschule unterstützt seit vielen Jahren ihre Schüler bei der Berufsorientierung. Kürzlich lud sie erstmals Neun- und Zehntklässler zu einer Praktikums- und Ausbildungsbörse ein.

Daran beteiligten sich 15 Aussteller aus der Region. Zum einen waren es Klein- und mittelständische Unternehmen, zum anderen weiterführende Bildungseinrichtungen, wie Oberstufenzentren.

200 Schüler hatten die Möglichkeit, bei den Ausstellern mehr über bestimmte Berufsfelder zu erfahren. Sie konnten sich außerdem über Praktikumsplätze informieren und Informationsgespräche vereinbaren.

"Es gibt zwar in unserer Region immer wieder Ausbildungsmessen und andere Veranstaltungen zum Thema Berufsvorbereitung, aber wir stellten fest: Viele unserer Schüler nehmen diese Informationsmöglichkeiten gar nicht wahr", berichtet Schulleiterin Miriam Pech. "Deshalb entschlossen wir uns, die Betriebe und Oberstufenzentren zu uns in die Schule einzuladen."

Die Schulleiterin holte ihre Kollegen mit ins Boot, die diese Praktikums- und Ausbildungsbörse mit viel Engagement und Aufwand vorbereiteten. Aber es lohnte sich für alle Beteiligten. Die Schüler konnten zum Beispiel mehr über die Oberstufenzentren Marcel-Breuer-Schule (Holz, Glastechnik und Design), das OSZ Bürowirtschaft und Dienstleistungen oder das OSZ Gastgewerbe erfahren.

Außerdem stellten sich regionale Betriebe, wie die Weißenseer Fleischerei Oppen, Floristik am Antonplatz oder die Frisch & Faust Tiefbau GmbH vor. Manche Schüler machten an diesem Tag gleich ihren Praktikumsplatz fest.

Mit dem Thema Berufsvorbereitung wird an der Heinz-Brandt-Oberschule aber nicht erst in der 9. oder 10. Klasse begonnen. Los geht es bereits in den Klassenstufen 7 und 8. Hier findet das Projekt Service-Learning statt. Darin geht jeder Schüler regelmäßig in soziale Einrichtungen und hilft dort. "Einige Schüler besuchen beispielsweise Seniorenheime, lesen älteren Menschen vor oder unterhalten sich mit ihnen", berichtet Miriam Pech. "Sie übernehmen damit ein Stück Verantwortung."

Des Weiteren können sich Schüler in einer Schülerfirma als Unternehmer ausprobieren. Diese hat es sich zur Aufgabe gemacht, Lehrer und Mitschüler in den Pausen zu versorgen. Weiterhin arbeitet die Schule eng mit dem Wirtschaftskreis Pankow zusammen. Mit diesem wurde zum Beispiel das Projekt Schüler-Stipendium imitiert. Besonders fleißige Schüler werden jedes Jahr mit diesem Stipendium ausgezeichnet. Sie und ihre Mitschüler werden außerdem zu Betriebsbesuchen bei den Sponsor-Firmen eingeladen.

Weitere Informationen zur Heinz-Brandt-Schule: www.heinz-brandt-schule.cidsnet.de.

Bernd Wähner / BW
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