Gegen Mobbing und Gewalt: Heinz-Brandt-Schule macht bei bundesweitem Netzwerk mit

Alexander Reiher von der Berliner Landeskoordination „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ (dritter von links) und Patin Clara West (links) überreichen Plakette, Transparent und Urkunde an Schulleitung und Schüler. (Foto: Bernd Wähner)
Berlin: Heinz-Brandt-Schule |

Weißensee. Mit einem neuen Titel ist die Heinz-Brandt-Oberschule in der Langhansstraße 120 ins Schuljahr gestartet. Ihr wurde der Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ verliehen.

Die Schule hatte sich um diesen Titel beworben. Im zurückliegenden Schuljahr gab es dazu zahlreiche Projekte, in denen sich Schüler aller Jahrgangsstufen zu Weltoffenheit bekannten und gegen Rassismus und Diskriminierung jeder Art Stellung bezogen. Unter anderem wurde ein Buchprojekt initiiert. Es gab Rap- und Streetdance-Workshops. Mit Unterstützung von Künstlern wurde eine Graffitiwand gestaltet, und nicht zuletzt wurde ein Wunschbaum initiiert, an den Schüler Zettel mit ihren Hoffnungen und Wünschen anhängen konnten.

Um diesen Titel verliehen zu bekommen, mussten sich Schüler und Pädagogen außerdem mit ihrer Unterschrift verpflichten, gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt aktiv vorzugehen. Weiterhin waren zwei Paten zu finden, die hinter der Schule und ihrem Engagement stehen. Dazu erklärten sich der Bundestagsabgeordnete Klaus Mindrup und die Abgeordnete Clara West (beide SPD) bereit. „Weil die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Kulturen, Religionen und Weltansichten längst in jeden Stundenplan gehört und uns Respekt, Toleranz und Courage stets begleiten sollten, bin ich gern Pate der Schule geworden“, so Mindrup.

Für die Leiterin der Sekundarschule, Miriam, Pech, steht die Heinz-Brandt-Schule schon lange für Vielfalt und Toleranz. „Jeder Mensch soll so sein dürfen, wie er ist“, sagt sie, „egal wo er herkommt, wie er aussieht, wen er liebt, welcher Religion er sich zugehörig fühlt oder auch nicht, ob er körperliche oder psychische Beeinträchtigungen hat.“ Die Verleihung des Titels „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ sieht die Schulleiterin als ein öffentliches Bekenntnis und als eine Selbstverpflichtung, die Schule weiter als Ort der Toleranz und des gegenseitigen Respekts zu gestalten und weiterzuentwickeln. Das Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ wurde vor über 20 Jahren gestartet. Inzwischen machen in diesem Netzwerk bundesweit 1500 Schulen mit. BW
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