Lust auf Sprache: Aktionstag rund um das Buch in der Heinz-Brandt-Schule

Stefan Grzesikowski konnte zum „Tag des Buches“ den YouTuber und Autor Firas Alshater begrüßen. (Foto: Bernd Wähner)
Berlin: Heinz-Brandt-Schule |

Weißensee. Die Heinz-Brandt-Sekundarschule organisierte kürzlich einen „Tag des Buches“. Die Schüler sollten damit noch mehr für Literatur, das Lesen und den bewussten Umgang mit Sprache begeistert werden.

Zu diesem Zweck hatte sich die Schule mehrere Autoren, Herausgeber, Illustratoren und andere Fachleute eingeladen. Als besonderen Gast konnten die Schüler in ihrer Aula Firas Alshater begrüßen. Dieser schrieb das Buch „Ich komm auf Deutschland zu“. Alshater ist ein Berliner mit Hipster-Bart und Brille, ein Comedian und erfolgreicher YouTuber. Nur, dass er bis vor drei Jahren in Syrien für seine politischen Videos sowohl vom Assad-Regime als auch von Islamisten verfolgt und verhaftet wurde.

Erst die Arbeit an einem Film war es, die ihm zum ersehnten Visum für Deutschland verhalf. Seitdem versucht er, die Deutschen zu verstehen: das Pfandsystem, private Briefkästen, Fahrkartenautomaten und die deutsche Sprache. Doch als sein Bruder mit Familie vor einiger Zeit übers Mittelmeer nach Europa kam, erkannte er: Ich bin schon total deutsch.

Von seinen Erlebnissen in Deutschland und Syrien erzählt der Autor in seinem Buch witzig, tragikomisch, offen und immer liebenswert frech. Dass es zum Buch kam, ist einem Film zu verdanken, den er auf Facebook und auf YouTube veröffentlichte. Der hatte großen Erfolg, und wenig später meldeten sich bei ihm gleich 14 Verlage bei ihm mit dem Angebot, ein Buch zu schreiben. Schließlich habe er so viel zu erzählen. Erschienen ist das Buch schließlich im Ullstein extra Verlag.

Organisiert wurde der Tag des Buches an der Heinz-Brandt-Oberschule von den Deutschlehrern um Stefan Grzesikowski. Dieser kümmert sich seit einigen Jahren engagiert um die Leseförderung an der Schule. Neben Firas Alshater waren weitere Autoren wie der Sven „Globetrotter“ Marx und die Gebrüder Paul und Hansen Höpner zu Gast. Außerdem wurden zahlreiche Workshops zum Beispiel zum Poetry Slam oder zum Illustrieren von Texten angeboten.

Die Schule engagiert sich aber nicht nur an ihrem „Tag des Buches“ fürs Lesen. An ihr gibt es auch ein Lesepaten-Projekt des Bürgernetzwerks Bildung. Für dieses sind stets auch weitere Lese-Paten willkommen. Informationen dazu finden sich auf http://asurl.de/12zn. BW
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