Sieben Landesstipendien gehen an Absolventen der Kunsthochschule Weißensee

Nina Fabert untersuchte, was aus Zunder (links) alles hergestellt werden kann. Dazu zählt zum Beispiel dieser Handschuh. (Foto: Nina Fabert)
Berlin: Kunsthochschule Weißensee |

Weißensee. Von den insgesamt zwölf begehrten Berliner Landesstipendien zur Förderung des Nachwuchses in der Bildenden Kunst gehen in diesem Jahr allein sieben an Absolventen der Kunsthochschule Weißensee.

Um das Elsa-Neumann-Stipendium können sich Absolventen von Berliner Kunsthochschulen bewerben, die ihr Studium vor nicht mehr als drei Jahren abgeschlossen haben. Die Geförderten erhalten für ein Jahr monatlich ein Stipendium sowie Material- und Reisekostenzuschüsse für ihre künstlerische Arbeit. Zu den sieben Stipendiaten aus Weißensee gehört zum Beispiel Nina Fabert aus dem Fachgebiet Textil- und Flächendesign. Sie beschäftigte sich intensiv mit dem Material Zunder. „Das brennt wie Zunder“ kennt man als Redewendung. Aber wie viele Menschen wissen noch, was Zunder eigentlich ist? Nina Fabert untersuchte die materiellen Eigenschaften von Fomes fomentarius, einem an Bäumen wachsenden Zunderschwamm. Dabei fand sie heraus, dass der Zunder für die Herstellung unterschiedlichster Produkte verwendbar ist. Das Stipendium ermöglicht ihr nun, ihre Forschungen fortzuführen und zu publizieren.

Feldversuch in Schulen

Ein weiteres Stipendium wurde Marcel Pasternak zugesprochen. Der Absolvent des Fachgebiets Produkt-Design hat in seiner Masterarbeit einen flexiblen Konstruktionsbaustein erfunden, der die Grundlage eines speziellen Spielzeuges ist. Die sogenannten „BionicToys“ entspringen dem Versuch, komplexes, naturbasiertes Wissen auf spielerische Art zu „begreifen“ und Natur als Inspirationsquelle zu verstehen. Die mit seinem Baustein entstehenden Spielkonstruktionen weisen eine hohe dynamische Qualität auf, sodass durch die Konstruktion und angestrebte Funktion mehrdimensionales Denken gefördert werden kann. Das Elsa-Neumann-Stipendium ermöglicht es ihm, in diesem Jahr „Feldversuche“ in Schulen durchzuführen.

Weitere Preisträger sind die Bildhauerinnen Emma Adler und Anna Siobhan Fiedler, die Bühnen- und Kostümbildnerinnen Salomé Klein und Ivar Veermäe aus dem Studiengang Raumstrategie sowie die Textil- und Flächendesignerin Ursula Wagner. BW
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