Brotfabrik-Bühne präsentiert im Sommer Tanz und Figurentheater

Bridge Markland präsentiert in der Brotfabrik unter anderem ihr Erfolgsstück „leonce + lena in the Box“. (Foto: Bernd Wähner)
Berlin: Brotfabrik |

Weißensee. Nach einer zweiwöchigen Theaterpause startet die Bühne in der Brotfabrik mit zwei besonderen Projekten bereits wieder durch.

„Wir nutzten die kurze Pause im Juli, um Reparaturen vorzunehmen. Zu manchen Dingen kommt man einfach nicht bei laufendem Spielbetrieb“, sagt Nils Foerster, der Leiter der Bühne. „Doch jetzt freue ich mich, dass wir in diesem Sommer zwei Höhepunkte präsentieren können.“

Vom 29. Juli bis 1. August jeweils um 20 Uhr zeigt die Motimaru Dance Company in einer Berlin-Premiere ihr Butoh-Tanztheaterstück „Twilight“. Die Idee entstammt einem japanischen Comic, in dem die Figuren White und Black die Hauptrolle spielen. Sie repräsentieren entgegengesetzte Kräfte wie Yin und Yang, Gut und Böse, Himmel und Erde. Der Japaner Motoya Kondo und die Italienerin Tiziana Longo lassen in dieser Inszenierung ihre Körper sprechen.

Eine ganz andere Form des Theaters ist dann vom 6. bis 22. August auf der Brotfabrik-Bühne zu erleben. „Wir freuen uns sehr, dass Bridge Markland ihr 30-jähriges Bühnenjubiläum mit drei Inszenierungen bei uns feiert“, erklärt Nils Foerster. Die Künstlerin machte sich mit ihrer Figurentheaterreihe „Classic in the Box“ weltweit einen Namen.

Klassiker aus der Box

Wie der Titel schon andeutet, spielt sie in ihrer Performance Literaturklassiker aus einer Kiste heraus. Diese wird als Kulisse jedes Mal anders genutzt. „Früher war die Kulisse tatsächlich eine Pappbox“, verrät Bridge Markland. 2012 entwickelte ihr aber ein Lichtdesigner ein Box-Stecksystem mit Vorhang, sodass sie die Box noch geschickter in ihre Stücken integrieren und sogar auf Tourneen nach Amerika mitnehmen kann. Denn nun passte alles auch ins Fluggepäck.

Auf der Brotfabrik-Bühne spielt sie ihre erfolgreichsten Inszenierungen „faust in the Box“, „räuber in the box“ und „leonce + lena in the box“. Im letzten Stück arbeitet sie zum Beispiel mit einer Soundcollage, in der etwa 100 Titel der Popmusik verarbeitet sind – von Kraftwerk und Britney Spears über Neil Young und David Bowie bis zu den Ärzten. BW

Der Eintritt zu den Vorstellungen kostet zwölf, ermäßigt acht Euro. Karten können unter  471 40 01 bestellt werden. Weitere Informationen auf www.brotfabrik-berlin.de.
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