Brotfabrik: Zum Jubiläum gibt es schmackhafte Aufführungen für Kleine und Große

Nils Foerster präsentiert in den nächsten Tagen Stücke zum Thema Brot auf der Bühne der Brotfabrik. Hier, in der heutigen Kneipe des Kulturzentrums, befand sich früher wirklich ein Bäckereigeschäft. (Foto: Bernd Wähner)

Weißensee. Es trägt das Brot in seinem Namen: Das Kulturzentrum Brotfabrik. Anfang März kann das Team des Hauses auf dreißig Jahre Kunst und Kultur in seinen Gemäuern zurückschauen. Aus diesem Grund gibt es nun eine ganze Reihe besonders "schmackhafter" Inszenierungen.

Brot ist in unseren Breiten ein Grundnahrungsmittel. Davon inspiriert, entwickelten die Kreativen vom Caligariplatz vor einigen Jahren den Slogan „Kunst ist Lebensmittel“. Zum anstehenden Jubiläum widmet sich die Bühne in der Brotfabrik diesem Thema nun mit einer Reihe von Vorstellungen. Hier ein kleiner Überblick:

• Ein Stück vom Bäcker: Ein Stück sticht in der Jubiläums-Reihe besonders hervor: „Wir zeigen vom 4. bis 13. Februar im Abendprogramm in einer Uraufführung das Stück B.R.O.T.“, erklärt Nils Foerster, Leiter der Bühne. Besonders ist das Stück, weil der Initiator Philippe Tibbal selbst den Beruf des Bäckergesellen erlernte, ehe er sich dem Theater zuwandte. Der gebürtige Franzose buk fünf Jahre lang Brot. Als Theatermann hatte er deshalb schon immer die Idee, etwas zu diesem Thema zu inszenieren. In B.R.O.T. schneidet er zusammen mit den beiden Tänzerinnen und Choreografinnen Paola Zadra und Verena Steffen auf der Bühne einen Laib in sechs Scheiben und teilt sie mit dem Publikum. In sechs Szenen setzt sich das Trio mit tänzerischen und schauspielerischen Mitteln mit der wirtschaftlichen und politischen Dimension von Brot auseinander. Unter anderem wird auch hinterfragt, warum die Deutschen auf der einen Seite dem Kulturgut Brot so eine große Wertschätzung entgegenbringen, auf der anderen Seite wird hinterfragt, warum der Beruf des Bäckers nicht gerade das beste Image hat.

Philippe Tibbal möchte mit seinem Stück zeigen, dass Brot mehr ist, als die Summe von Getreide, Wasser und Hefe. Er betrachtet es auch als kritische Massenware. „B.R.O.T.“ ist vom 4. bis 6. Februar sowie vom 10. bis 13. Februar jeweils um 20 Uhr zu erleben. Der Eintritt kostet 13,50 Euro.

• Schmackhaftes: Um das Abend-Stück herum hat Nils Foerster drei Kinder-Theaterstücke, in denen es um Mehl, Brot oder generell um Ernährung geht, in den Spielplan aufgenommen. Am 31. Januar um 11 und um 16 Uhr ist zunächst „Zwergenmützchen“ zu sehen. Dabei handelt es sich um ein fast vergessenes Märchen von Ludwig Beckstein. Erzählt wird es mit einer Trommel und viel Mehl vom Theater Kranewit.

• Für kleine Krümel: In „Frederik, der Träumer“ erzählt Julia de Boor am 7. Februar um 11 und um 16 Uhr die Geschichte einer Maus, die die warme Jahreszeit mit Musikmachen verbringt, statt Wintervorräte zu sammeln. In diesem Stück geht es auch um die Frage, inwieweit Kunst ein Lebensmittel ist.

• Märchen mit Brot: Schließlich ist am 14. Februar, 11 und 16 Uhr, das Märchen „Frau Holle“ vom Theater Lakritz zu sehen. Bekanntermaßen spielt in diesem Stück das Brot auch eine Rolle. Der Eintritt zu den Kindertheatervorstellungen kostet sechs Euro, ermäßigt vier Euro. BW

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