Jenseits des Mainstreams: Medienboard Berlin-Brandenburg zeichnet Brotfabrik-Kino aus

Claus Löser im Vorführerraum des Kinos in der Brotfabrik: Dort steht ihm auch noch die alte Vorführtechnik zur Verfügung. (Foto: Bernd Wähner)
Berlin: Brotfabrik |

Weißensee. Über die Auszeichnung mit dem Kinoprogrammpreis Berlin-Brandenburg 2017 kann sich die Brotfabrik freuen.

Das Kino am Caligariplatz 1 überzeugte die Jury mit seinem facettenreichen Programm und stetig steigenden Besucherzahlen. Denn im vergangenen Jahr konnte das kleine Kino erstmals die magische Zahl von 10.000 Besuchern im Jahr überschreiten. Die Jury lobt, dass das gelang, obwohl das Kino vor allem Arthouse-Streifen zeigt. Für sein anspruchsvolles Programm ging das Brotfabrik-Kino Kooperationen mit mehreren Partnern ein, beispielsweise mit der Stiftung Berliner Stadtmuseum und dem Berlin-Film-Katalog. Dadurch entsteht eine Programmmischung aus vergessenen filmgeschichtlichen Werken und zu Unrecht wenig beachteten aktuellen Filmen.

Für sein Programm erhält das Kino vom Medienboard Berlin-Brandenburg in diesem Jahr 15.000 Euro. Dass sich das kuratierte Kinoprogramm in der Brotfabrik vom üblichen Programm anderer Filmtheater abhebt, dafür sorgt der Filmwissenschaftler und Journalist Claus Löser. Seit 27 Jahren kümmert er sich um das Kino am Caligariplatz. Jede Woche stellt er nicht nur das reguläre Programm mit zwei bis drei Filmen am Tag auf die Beine, sondern er organisiert auch immer wieder thematische Reihen und Sonderveranstaltungen.

Sieht man sich das Programm an, fällt auf: Hier werden keine Blockbuster gezeigt. Der Programmmacher zeigt Filme mit Anspruch. Er scheut sich auch nicht, abendfüllende Dokumentarfilme zu zeigen, die kaum den Weg in andere Kinos finden. BW

Mehr zum Kino-Programm der nächsten Wochen ist im Internet auf www.brotfabrik-berlin.de zu erfahren.
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