Preis für ein tolles Kinoprogramm: Jury lobt Konzept im Kino in der Brotfabrik

Claus Löser ist Filmprogramm-Kurator der Brotfabrik. Im Vorführraum des Kinos steht ihm auch noch die alte Vorführtechnik zur Verfügung. (Foto: Bernd Wähner)

Weißensee. Das Kino in der Brotfabrik am Caligariplatz ist mit dem Kinoprogrammpreis Berlin-Brandenburg 2016 ausgezeichnet worden.

Die Jury lobt: „Das Kino geht seinen eingeschlagenen Weg weiter. Es präsentiert anspruchsvolle Filmkunst, Publikumsgespräche und sehr ausgesuchte, qualitativ hochwertige Filmreihen und Veranstaltungen.“ Für dieses Konzept und seine weitere Umsetzung erhält das Kino vom Medienboard Berlin-Brandenburg 10 000 Euro.

Die strategische Entscheidung zur Fortführung des bisherigen Konzepts jenseits des Mainstreams habe dazu geführt, dass es 2015 wiederum mehr Besucher als noch im Vorjahr gab, so die Jury-Begründung zur Preisvergabe. Das sei vor allem einer Programmmischung aus vergessenen filmgeschichtlichen Werken sowie zu Unrecht wenig beachteter aktueller Werke zu verdanken.

Filme mit Anspruch

Dass sich das Kinoprogramm in der Brotfabrik vom üblichen Programm anderer Filmtheater abhebt, dafür sorgt Claus Löser. Er organisiert seit nunmehr 26 das Kinoprogramm im Haus am Caligariplatz. Der Filmwissenschaftler und -journalist initiiert immer wieder Reihen und Veranstaltungen zu einem Thema oder zu einem Filmautor. Und er stellt jede Woche das reguläre Programm im Kino auf die Beine. Immerhin sind das jeden Tag zwei bis drei Vorstellungen. Hier werden keine Blockbuster gezeigt. Der Programmmacher zeigt Filme mit Anspruch. Er scheut sich auch nicht, abendfüllende Dokumentarfilme zu zeigen, die kaum den Weg in andere Kinos finden.

Beliebt ist das Kino aber auch wegen seines Flairs. Mit 61 Sitzplätzen und einem Platz für Rollstuhlfahrer ist es gemütlich und überschaubar. BW

Mehr zum Kinoprogramm der nächsten Wochen ist auf www.brotfabrik-berlin.de zu erfahren.
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