Verstörend und berührend zugleich: Ingo Seliger stellt in der Bibliothek aus

Berlin: Wolfdietrich-Schnurre-Bibliothek |

Weißensee. „Mein Hirn hat sich verkantet“ heißt die neue Ausstellung in der Wolfdietrich-Schnurre-Bibliothek.

Zu besichtigen sind Zeichnungen von Ingo Seliger. Mit einem Augenzwinkern behauptet er mit Blick auf seine Zeichnungen, zu lange in der Psychiatrie gearbeitet zu haben. Die Figuren von Ingo Seliger sind verstörend bizarr und berührend. Sie entziehen sich einer klassischen kunsthistorischen Einordnung.

Ingo Seliger studierte Grafikdesign. Seine Zeichnungen sind jedoch stark geprägt von seiner Arbeit in der psychiatrischen Krankenpflege. Dort wurde er mit dem bildnerischen Schaffen und den Parallelwelten von psychotischen Menschen konfrontiert. Ab 2006 arbeitete er in der Entwicklungshilfe in Papua Neuguinea, Kambodscha und zuletzt während der Ebola-Epidemie in Sierra Leone. Die archaische Originalität indigener Kunst in Ozeanien und der Formenreichtum Asiens inspirierten ihn.

Die Arbeiten, die er jetzt in der Bibliothek in der Bizetstraße 41 zeigt, waren schon in Ausstellungen in Phnom Penh und Wien zu sehen. Zu besichtigen sind die Zeichnungen bis zum 30. November montags von 10 bis 20 Uhr, dienstags, donnerstags und freitags von 10 bis 19 Uhr sowie mittwochs von 15 bis 19 Uhr. BW

Weitere Informationen gibt es unter  92 09 09 80.
0
Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.