Zwei armenische Künstler stellen in der Galerie Abakus aus

Berlin: Galerie Abakus |

Weißensee. In diesem Jahr wird auf vielfältige Weise an die Opfer des Genozids an den Armeniern und an anderen Christen im Osmanischen Reich vor 100 Jahren erinnert.

"Das ist Anlass zu stillem Gedenken an die menschlichen und kulturellen Opfer und Appell, aus dem historischen Geschehen eine Zukunftsperspektive zu wagen", erklärt Ulrich Eckhardt von der Galerie Abakus. Vor diesem Hintergrund sind in der Ausstellung "Abstandskartographien" im Souterrain der Parkstraße 104 Arbeiten zweier Künstler armenischer Abstammung zu sehen, die in Berlin leben. Archi Galentz thematisiert mit Bildobjekten und einer Skulptur den Verlust von Kulturlandschaften. Unter anderem präsentiert er das Diptychon "Rhapsodien", seine Arbeit "Dreifache Abwicklung" sowie die Skulptur "Hajk oder der Globus Armeniens".

Sein Künstlerbuch "Die Sammlung von unterbrochenen Liedern" zeigt hingegen der Künstler VAZO (Vazgen Pahlavuni-Tadevosyan). Weiterhin untersucht er in Bildaufschichtungen den Mechanismus der "inneren Kartographie". Mit einer zwei Meter langen Papierbahn würdigt er schließlich den armenischen Komponisten Komitas Vardapet. Dieser wurde als Brückenbauer zwischen orientalischer Tradition und okzidentaler Archivierungskultur eine Symbolfigur für die Armenier.

Zu besichtigen ist die Ausstellung bis zum 20. Juni sonnabends und sonntags von 16 bis 19 Uhr sowie nach Vereinbarung unter 801 50 42.

Bernd Wähner / BW
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