Ein schadhafter Baum war schuld an Spielplatzschließung

Weißensee. Die Sperrung eines Spielplatzes in der Nähe des Flüchtlingsheims Bühringstraße richtete sich nicht, wie von einigen Verordneten vermutete, gegen die Flüchtlinge. Das konnte Stadtentwicklungsstadtrat Jens-Holger Kirchner (Bündnis 90/Die Grünen) den Pankower Bezirksverordneten nach Recherchen mitteilen.

Der abgesperrte Spielplatz befindet sich am DGZ-Ring. Bislang konnten der Spielplatz und das Gelände um ihn herum von allen genutzt werden. Auch Kinder aus dem nahe gelegenen Flüchtlingsheim spielten dort. Als er vor einiger Zeit gesperrt wurde, vermuteten Pankower Verordnete, dass die Eigentümer ihnen diese Spielmöglichkeit verwehren wolle. Sie beauftragten das Bezirksamt, dass es sich bei den Eigentümern für eine Aufhebung der Sperrung einsetzen solle.

Kirchner berichtet nun, dass der Spielplatz Bestandteil eines privaten Grundstücks ist, das sich im Eigentum einer Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) befindet. Nach Rücksprache mit der beauftragten Hausverwaltung Vigor HGV GmbH stellte sich heraus, dass der Spielplatz wegen eines Baumschadens aus Sicherheitsgründen gesperrt werden musste. Erst nach einem abschließenden konnte er wieder für die Öffentlichkeit geöffnet werden.

Die Hausverwaltung erklärt außerdem, dass es kein Problem mit spielenden Kindern gebe, die nicht zur WEG gehören. Vielmehr gibt es Probleme mit rücksichtslosen Erwachsenen aus dem Kiez. Die halten sich in den Abendstunden immer wieder unberechtigterweise lärmend auf dem Spielplatz auf. Dieses Problem soll Thema auf der nächsten Wohnungseigentümerversammlung sein.

Kirchner weist vorsorglich darauf hin, dass es sich bei besagtem Spielplatz um keinen öffentlichen handelt und es somit keine Möglichkeit gebe, die WEG zu verpflichten, ihn der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. In der näheren Umgebung befinden sich indes drei öffentliche Kinderspielplätze, die der Allgemeinheit uneingeschränkt zur Verfügung stehen. BW
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