Am Zustand des Kulturhauses "Peter Edel" wird sich so bald nichts ändern

Weißensee. Das frühere Kulturhaus "Peter Edel" macht wahrlich einen heruntergekommenen Eindruck. Und es gibt auch wenig Hoffnung, dass sich daran in Kürze etwas ändern wird.

Ein Erbbaurechtsvertrag ist zwar unterschrieben, aber dieser ruht zurzeit. Das berichtet zumindest Pankows Stadträtin für Facility-Management, Christine Keil (Die Linke), auf Anfrage der Berliner Woche. Das Kulturhaus wurde Ende 2006 vom Bezirksamt geschlossen. Danach fand ein Interessenbekundungsverfahren für eine neue Nutzung statt. In dessen Ergebnis wurde mit der gemeinnützigen Gesellschaft GSE und der Berliner Schule für Schauspiel verhandelt.Die GSE will das Gebäude sanieren und zum Schauspielhaus "Die Möwe" umbauen. Die Schauspielschule, so der Plan, wird hier Mieter. Über einen Erbbaurechtsvertrag verhandelten die Partner seit 2008 mit dem Bezirksamt. Wider Erwarten gestalteten sich die Gespräche äußerst schwierig. So gab es zum Beispiel unterschiedliche Auffassungen und Vorstellungen zur Größe des Erbbaurechtsgrundstücks und zum Verkehrswert des ziemlich maroden Gebäudes.

Im August 2010 waren die Verhandlungen endlich so weit fortgeschritten, dass das Bezirksamt beschloss, für das Grundstück einen Erbbaurechtsvertrag mit der gemeinnützige Gesellschaft GSE zu schließen. Doch diese forderte plötzlich Nachbesserungen. So zog sich das Prozedere weiter hin. Im vergangenen Jahr konnte dann endlich ein unterschriebener Vertrag beurkundet werden. Aber dann tat sich ein nächstes Problem auf. Die GSE und die Schauspielschule hofften, dass sie für die Sanierung des Hauses eine Förderung aus Lotto-Mitteln erhalten. Von der Lotto-Stiftung gab es allerdings eine Absage. Deshalb vereinbarten die Vertragspartner, den Erbbaurechtsvertrag erst einmal ruhen zu lassen - in der Hoffnung auf andere Finanzierungsmöglichkeiten.

Über die Situation hat die Stadträtin den Ausschuss für Finanzen, Personal und Immobilien informiert. In den zurückliegenden Monaten meldeten sich beim Bezirksamt etliche neue Interessenten für die Immobilie. Eine Liste hat Keil inzwischen dem Ausschuss vorgelegt. Dieser wird nun beraten werden, wie es mit dem Kulturhaus weitergehen soll.


Bernd Wähner / BW
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