Ausstellung über Raoul Wallenberg eröffnet

Weißensee. Im KuBiZ erinnert eine Ausstellung an einem sehr engagierten Mann. Die frühere Raoul-Wallenberg-Schule an der Bernkasteler Straße 78 wurde in den vergangenen fünf Jahren zum Kultur- und Bildungszentrum (KuBiZ) umgebaut. 2007 hatte ein Zusammenschluss mehrerer Initiativen das Gebäude nach mehrjährigem Leerstand übernommen.

Pünktlich zum 100. Geburtstag des Diplomaten präsentiert das KuBiZ Raoul Wallenberg nun eine Ausstellung über seinen Namensgeber. Der war ein schwedischer Diplomat. Er nutzte seine Position, um zwischen Juni 1944 und Januar 1945 in Ungarn Zehntausende Juden vor der Deportation ins Konzentrationslager zu retten. Unter anderem stattete er die Menschen mit Schutzpässen aus. Er ließ sie in angemieteten Häusern, sogenannten schwedischen Häusern wohnen, ehe sie flüchten können.

Das Schicksal des Diplomaten selbst ist bis heute ein Rätsel. Er wurde im Januar 1945 von der Roten Armee verhaftet. Danach verliert sich seine Spur. "Bis heute ist nicht abschließend geklärt, was ihm in der Sowjetunion zugestoßen ist", berichtet Jens Herrmann, Pressesprecher des KuBiZ.

Die Ausstellung "Raoul Wallenberg in Budapest". wird etwa ein Jahr lang zu sehen sein: Montag bis Freitag 11 bis 17 Uhr, www.kubiz-wallenberg.de.

Bernd Wähner / BW
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