Christine Klemke verschönert mit Schülern das Schulhaus

Diese Schüler der 4b sind stolz auf ihre Arbeit. Beim Blick durch ein Guckloch kann man ihren Schulhof entdecken. (Foto: BW)

Weißensee. Ein ungewöhnliches Kunstobjekt gestalteten Schüler aus der Grundschule am Weißen See. Sie fertigten einen Guckkasten an. Beim Blick durch das Guckloch sieht man ihre Schule, den Schulhof und jede Menge Kinder.

Angeregt zu diesem Kunstprojekt wurden die Schüler der Klasse 4b von Christine Klemke. Die Weißenseer Künstlerin ist seit Jahren regelmäßig in der Schule, um mit Kindern kreativ zu arbeiten. Weil die alten Gemäuer des Schulhauses schon über 80 Jahre alt sind und sich Kinder und Lehrer mehr Farbe im Haus wünschen, entstanden bisher immer wieder neue Bilder und Mosaiken für die Wände der Schule.Schüler der sechsten Klassen gestalteten unter Klemkes Anleitung zum Beispiel ein großes Mosaik aus Glassteinen für den Essenraum der Schule. Es stellt eine zwei mal zwei Meter große Ernährungspyramide dar. Auf diesem Kunstwerk können sich die Kinder über gesundes Essen informieren. Auf einer anderen Wand im Essenraum befinden sich breit verteilt fröhliche Sprüche über das Essen. Die wurden von den Schülern auf Leinwand in Acryl geschrieben und illustriert.

Ebenfalls neu fertiggestellt wurde im Flur der Schule ein 1,50 mal 1,50 Meter großes Mosaik. Es stellt eine der Plastiken dar, die sich bis 1933 noch auf dem Schulhof befanden: ein Esel- und ein Ponyfohlen. Diese Plastik gehörte früher zum Hofbrunnen. Heute befindet sich das Bronzekunstwerk im Tierpark Berlin.

Auch ohne diese Plastik ist der Schulhof an der Grundschule am Weißensee ein schöner Ort. Deshalb kamen die Künstlerin und die Kinder aus der 4b auf die Idee, einen Guckkasten von ihm und vom Schulhaus anzufertigen. Sie malten die Fassade des Schulhauses. Jeder Schüler gestaltete Figuren. Natürlich wurden auch Spielgeräte, Bäume, Sträucher, Fahrräder, Mülleimer, eine Tischtennisplatte und mehr nachgebaut. Alle Teile sind ganz klein, nur wenige Zentimeter groß. "Die besondere Herausforderung für die Kinder war, die Gesichter der Figuren und deren Kleidung so genau wie möglich zu malen", sagt Christine Klemke.

Alle Teile wurden vorsichtig in einem 40 mal 50 Zentimeter großen Guckkasten zu einer kleinen Landschaft drapiert. Abgedeckt wurde der Kasten mit einer hellblauen Plasteplatte, sodass man beim Blick durch das Guckloch sogar einen Himmel sieht. Die bunte Guckkastenlandschaft ist inzwischen eine Attraktion für die Schüler. Auch Besucher können einen Blick durch den Guckkasten, der jetzt im Foyer der Schule steht, werfen und sich von der farbenprächtigen Arbeit überraschen lassen.


Bernd Wähner / BW
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