Guido Wallmann vom Sportclub Dokan stellt Bauvoranfrage

Guido Wallmann möchte mit seinem Club Dokan die Sportstätte wiederbeleben. (Foto: BW)

Weißensee. Für die frühere Sportstätte am Weißen See in der Berliner Allee 127 wird es demnächst eine Bauvoranfrage an das Bezirksamt geben. Gestellt wird sie von Guido Wallmann, dem Chef des Sportclubs Dokan.

Der Club hat bisher seinen Sitz in der Pistoriusstraße 4. Weil er dort mit seinen stetig wachsenden Angeboten und dem immensen Zulauf aus allen Nähten platzt, möchte er die frühere Sportstätte am Weißen See übernehmen. Diese steht auf einem Wiesengrundstück direkt im Park am Weißen See. Das ursprüngliche Gebäude war vor 1920 als Pferdestall des Schlosses errichtet worden. Nach mehreren Umbauten ist es von 1925 bis 1927 um eine Halle erweitert worden, in der zunächst Filme gezeigt wurden.1962/1963 gab es weitere Umbauten. Die Immobilie wurde danach komplett als Sportstätte genutzt. Im Dezember 2008 musste das Gebäude wegen eines irreparablen Schadens an der völlig veralteten Heizung komplett geschlossen werden. Dem Bezirk fehlen die Mittel für die Sanierung. Deshalb entschied man sich, die Immobilie an einen Interessenten zu übergeben. Dieser soll das Gebäude für eine sportliche Nutzung wieder fit machen.

Nach einem Interessenbekundungsverfahren sprachen sich Bezirksamt und Bezirksverordnetenversammlung dafür aus, mit dem Sportclub Dokan Verhandlungen über einen Erbbaurechtsvertrag zu führen. Guido Wallmann und sein Team haben bereits ganz konkrete Vorstellungen, was auf dem Grundstück entstehen soll. "Wir möchten und Sport- und Fitnesscenter einrichten. Es soll außerdem ein Gesundheitszentrum mit Physiotherapie entstehen. Geplant ist auch eine Saunalandschaft" sagt der Dokan-Chef. Natürlich soll auch genug Platz für das Training der Mitglieder des Sportvereins Dokan geschaffen werden. Dessen Schwerpunkte sind Karate-, Tanz- und Fitnesstraining.

Allerdings handelt es sich bei der Sportstätte am Weißen See um ein sehr altes und marodes Gebäude. Hinzu kommt, dass es unmittelbar am Park liegt. Deshalb kann nicht nach Belieben umgebaut und ausgebaut werden. Das wurde bei ersten Gesprächen über den Erbbaurechtsvertrag deutlich. Aus diesem Grund entschied Wallmann in Abstimmung mit dem Bezirksamt, eine sogenannte Bauvoranfrage zu stellen. "Mit dieser wird geklärt, was auf dem Grundstück an Baumaßnahmen und Nutzungen möglich ist", erklärt Stadtentwicklungsstadtrat Jens-Holger Kirchner (Bündnis 90/Die Grünen) im Stadtentwicklungsausschuss.

Nach der rechtsverbindlichen Beantwortung der konkreten Fragen durch das Bezirksamt, weiß der Dokan-Chef dann ganz genau, was auf dem Grundstück möglich ist und was nicht. "Das gibt uns dann auch Planungssicherheit", betont er gegenüber der Berliner Woche. Dass der Sportclub Dokan die Sportstätte übernehmen will, kommt bei den meisten Weißenseern gut an. "Ich habe bisher viel Zuspruch und positive Resonanz erhalten", sagt Wallmann. "Viele sprechen mich an und sagen: Es ist toll, dass ihr da endlich was machen wollt."


Bernd Wähner / BW
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