Industriedenkmal wird für gewerbliche Nutzung vorbereitet

Dach und Fassade des Gebäudes an der Ecke Liebermann- und Neumagener Straße werden zurzeit saniert. (Foto: BW)

Weißensee. Was passiert eigentlich mit dem Gebäudekomplex an der Ecke Liebermann- und Neumagener Straße? An dem Gebäudekomplex von Stern Radio Berlin wird seit geraumer Zeit gebaut. Jetzt ist das Eckgebäude eingerüstet. Leider weist kein Bauschild darauf hin, was hier entstehen soll, berichten Leser der Redaktion der Berliner Woche.

Errichtet wurde das erste Gebäude auf diesem Eckgrundstück 1913. Danach ist es mehrfach erweitert worden. Heute steht der Komplex unter Denkmalschutz. Stadtentwicklungsstadtrat Jens-Holger Kirchner (Bündnis 90/Die Grünen) teilt auf Anfrage mit, dass das Ensemble von der Projektgesellschaft "Atelierhof Weißensee Kunst-Medien-Handwerk GmbH" entwickelt wird. Der Fachbereich Bau- und Wohnungsaufsicht des Bezirksamtes erteilte der Projektgesellschaft im Jahr 2011 zunächst eine Baugenehmigung für den Wiederaufbau des Dachs. Der Vorhabenträger wolle, so Kirchner weiter, eine denkmalgerechte Sanierung der früheren Produktions- und Verwaltungsgebäude vornehmen. In einem ersten Schritt werde er sich auf die Ecke Liebermann- und Neumagener Straße konzentrieren. "Gegenwärtig laufen dort Maßnahmen zur Sanierung, die mit dem Bauamt, insbesondere mit der unteren Denkmalpflegebehörde, abgestimmt sind", erklärt der Stadtrat. Wie der Komplex künftig genutzt wird, sei zwar nicht ausdrücklich im bisherigen Bauantrag erwähnt worden, so Kirchner. Der Name der Projektentwicklungsgesellschaft lasse aber schon vermuten, welche Nutzung stattfinden wird.

Auf der Homepage www.atelierhof-berlin.com hat die Projektentwicklungsgesellschaft schon mal grob dargestellt, wie sie sich die Entwicklung des Industriedenkmals vorstellt. Insgesamt ist der Ausbau von circa 17 580 Quadratmetern Gewerbefläche geplant. Zunächst sollen die beiden Hauptgebäude an der Liebermann- und Neumagener Straße schrittweise saniert werden. Später sollen die drei rückwärtigen Gebäude folgen. Laut Kirchner sind der Projektentwicklungsgesellschaft Interessenten willkommen. Sie könnten in sechs Geschossen Flächen mit bis zu 1200 Quadratmetern nutzen. "Voraussetzung ist eine im Gewerbegebiet genehmigungsfähige Nutzung", so der Stadtrat.

Weitere Informationen gibt es im Internet auf www.ahws.eu.

Bernd Wähner / BW
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