Schnitzlers "Anatol" feiert Premiere auf der Brotfabrik-Bühne

Sie stehen im Stück "Anatol" auf der Bühne: Peter Johan, Melissa Anna Schmidt und Matthias Hinz. (Foto: Veranstalter)

Weißensee. "Anatol" heißt das neue Stück auf de Bühne der Brotfabrik. Premiere feiert es am 27. März um 20 Uhr. Einstudiert wurde die Inszenierung nach einem Klassiker von Arthur Schnitzler von Johanna Hasse.

"Es ist schon zwei Jahre her, dass Johanna Hasse mit ,La Musica Zwei‘ ein Stück bei uns inszenierte", sagt Theaterleiter Nils Foerster. "Wir sprachen häufig darüber, dass sie mal wieder bei uns was machen sollte. Aber weil sie so viel zu tun hatte, klappte das längere Zeit nicht." Trotzdem hielt die junge Regisseurin den Kontakt zur Brotfabrik. Sie nahm in den zurückliegenden beiden Jahren zum Beispiel zweimal am 24-Stunden-Theater teil. "Dass sie nun wieder bei uns inszeniert, freut mich sehr", so Förster.

Mit "Anatol" bringt Johanna Hasse ein ganz besonderes Stück auf die Bühne. Es besteht aus fünf Einaktern, die sich zu einem Ganzen zusammenfügen. Es geht um Anatol (gespielt von Matthias Hinz), der von einer Liebesbeziehung zur nächsten lebt. Dabei hat er immer die Hoffnung, die ideale, die einzig wahre Liebe zu finden. Zur Seite steht ihm sein bester Freund Max (Peter Johan). In Gesprächen, in denen Anatol wortgewandt und schwärmerisch über seine Affären und Liebschaften berichtet, ist es der scharfsinnige Skeptiker Max, der einen kühlen Kopf behält und seinem Freund immer wieder den Spiegel vorhält. Die fünf Frauen, die sich mit Anatol einlassen, werden von der wandlungsfähigen Melissa Anna Schmidt gespielt.

"Bei ,Anatol‘ handelt es sich um ein Frühwerk Schnizlers", erklärt Johanna Hasse im Gespräch mit der Berliner Woche. "Es geht um Treue und die Suche nach wahrer Liebe. Das Stück stammt zwar aus dem Jahre 1893, aber das Thema ist aktuell wie eh und je. Man braucht sich nur die vielen Internetportale ansehen, auf denen Menschen nach der großen Liebe suchen."

Nach der Premiere ist das Stück noch am 28. und 29. März sowie am 24. und 25. April jeweils um 20 Uhr zu sehen. Der Eintritt kostet zwölf Euro. Kartenreservierung unter 471 40 01 sowie per E-Mail an karten@brotfabrik-berlin.de. Weitere Infos auf johannahasse.de.

Bernd Wähner / BW
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