Schüler erforschen jüdische Lebenswege

Weißensee. Auf die Spuren verschwundener jüdischer Mitbürger aus Weißensee begeben sich zurzeit die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft "Geschichte" der Theresienschule.

"Verschwundene Nachbarn" nennen die Weißenseer Gymnasiasten ihr Projekt, das sie mit der Katholischen Akademie planten und durchführen. In den vergangenen Wochen recherchierten die Schüler in alten Telefon- und Adressbüchern sowie im Archiv des Centrums Judaicum, auf dem Jüdischen Friedhof in Weißensee sowie in den Landesarchiven Berlin und Potsdam. Bislang erhielten 16 in der NS-Zeit verschwundene jüdische Bürger aus Weißensee aufgrund der Recherchen der Oberschüler ein genaueres Profil. Sie konnten deren Biografien rekonstruieren und machten auch Nachfahren ausfindig. Zu weiteren Namen, auf die die Schüler aufmerksam wurden, wird weiter geforscht. Ziel des Projektes ist es, eine Ausstellung mit dem Titel "Verschwundene Nachbarn - Juden in Weißensee" zusammenzustellen. Diese wird am 17. März um 15 Uhr in der Katholischen Akademie im Beisein von Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) eröffnet. "Wir präsentieren Dokumente aus den Archiven. Anknüpfend an die unterschiedlichen Lebenswege möchten wir auch frühere jüdische Einrichtungen in Weißensee vorstellen", erläutert AG-Leiterin Mechthild Zech-Bußkamp die Ausstellungskonzeption.

Weitere Informationen zu dem Projekt gibt es im Internet auf www.theresienschule.de.

Bernd Wähner / BW
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