Zukunftswerkstatt für den 11. September geplant

Andreas Bandlow und Undine Schröder (2.v.r.) vom Jugendamt, Carola Pieczynski vom Familienzentrum, Andreas Standke und Isabelle Taut (rechts) von Gangway. (Foto: BW)

Weißensee. Wie soll sich der Hansakiez für Kinder, Jugendliche und Familien weiterentwickeln? Um diese Frage geht es in einer Zukunftswerksatt Hansakiez. Organisiert wird sie von den Gangway-Straßensozialarbeitern und vom Familienzentrum der Johanniter-Unfall-Hilfe.

Diese Zukunftswerkstatt findet am 11. September von 15 bis 19 Uhr im Innenhof des Wohnquartiers Hansastraße, und zwar beim Spielhügel statt. Mit den Anwohnern soll darüber diskutiert werden, was hier bereits gut läuft, was verbessert werden muss und wie sich die Bewohner noch mehr in die Kiezgestaltung einbringen können. Dazu sind natürlich möglichst viele Anregungen willkommen.Das Gangway-Team und das Familienzentrum hatten im Juni, Juli und August bereits einiges im Kiez auf die Beine gestellt. So wurde ein Kinderfest organisiert, und die Ferien über gab es unter dem Motto "Wir rocken den Hansakiez!" zahlreiche Aktionen für Kinder und Jugendliche. Finanziert wurde alles vom Pankower Jugendamt. "Etliche Angebote wurden von bis zu 30 Kindern wahrgenommen", sagt Andreas Standke von Gangway. "So bekamen wir auch mit, was die Kinder sich an regelmäßige Freizeitangebote in ihrem Kiez wünschen. Auch Anwohner äußerten sich positiv, dass im Hansaviertel endlich mal was los ist. Andere wiederum fanden zwar gut, was wir machen, ihnen war manches aber zu laut."

Um die Anwohner mit ins Boot zu holen und zu erfahren, was man gemeinsam für den Kiez tun kann, hat Gangway inzwischen eine "aktivierende Befragung" gestartet. In allen 50 Hauseingängen des Viertels wurden Fragebögen verteilt. "Wir wollen mehr über die Wünsche der Anwohner erfahren und hoffen auf regen Rücklauf bis zur Zukunftskonferenz", so Andreas Standke.

Der Hansakiez, der sich am Rande von Weißensee befindet, entstand noch zu DDR-Zeiten. Es ist eine Plattenbausiedlung, in der heute etwa 600 Menschen leben. Dort gibt es keine Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung. Alle paar Wochen macht das Spielmobil Pankow mehrere Tage im Kiezhalt. Verwaltet werden die Wohnungen von der Gesobau. Diese erkannte bereits vor einigen Jahren, dass es im Kiez an sozialer Infrastruktur fehlt. Deshalb richtete sie in Kooperation mit der Johanniter-Unfall-Hilfe in der Hansastraße 88 ein Familienzentrum ein.

Wer am 11. September nicht bei der Zukunftswerkstatt dabei sein kann, kann seine Anregungen auch per E-Mail an gangwayprenzlauerberg@googlemail.com senden.

Bernd Wähner / BW
0
Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.