Anwohnerin bepflanzte einen ausgehöhlten Baumstumpf am Kreuzpfuhl

Mit Geranien und anderen Blühpflanzen hat Jacqueline Prusas den hohlen Baumstumpf bepflanzt. (Foto: Bernd Wähner)

Weißensee. Es ist eines der kleinsten, aber auch idyllischsten Gewässer Berlins: der Kreuzpfuhl. Hier gibt es in diesem Sommer einen besonderen Hingucker: einen Baumstupf mit Blumen.

So mancher, der schon lange in Weißensee wohnt, weiß gar nicht, wo er ist. Der Kreuzpfuhl liegt etwas versteckt zwischen Frei-Zeit-Haus Weißensee und Primo-Levi-Gymnasium, zwischen Pistoriusstraße und Woelckpromenade. Dass er nicht gleich von jedem entdeckt wird, liegt auch daran, dass um ihn herum alte Bäume stehen.

Einer dieser alten Bäume, eine Weide, musste im Februar gefällt werden. Sie war innen so morsch und ausgehöhlt, dass sie in ihrer Standsicherheit akut gefährdet war. Übrig blieb ein Baumstumpf. Als Jacqueline Prusas, die in der Woelckpromenade wohnt, eines Tages hier vorbeikam, hatte sie eine Idee: Man könnte doch dem hohlen Baumstupf „neues Leben einhauchen“.

"Wer vorbeikommt, bitte gießen"

Gesagt, getan: Sie besorgte Erde, kaufte Pflanzen. Stiefmütterchen, Geranien, Margeriten, Sonnenblumen und anderes pflanzte sie in den Baumstupf. Dann stellte sie eine Gießkanne und einen Eimer daneben. Und schrieb ein Schild: "Wer vorbeikommt, kann die Pflanzen gießen." Die Blumen gedeihen seit Wochen prächtig. Die Sonnenblumen sind inzwischen über zwei Meter hoch. Und an dem Baumstupf erfreuen sich viele Nachbarn und kommen an dieser Stelle ins Gespräch.

„Mich haben inzwischen auch sehr viele Anwohner angesprochen, dass sie diese kleine Oase sehr mögen“, sagt Jacqueline Prusas. „Ich bin auch immer wieder erstaunt, dass die Pflanzen meist schon gegossen sind, wenn ich nach dem rechten schaue. Für mich ist das ein Beleg dafür, dass man mit relativ wenig Aufwand seinen Kiez mitgestalten und vielen Menschen Freude bereiten kann.“ BW
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