Berliner Volksbank überreicht Stephanus-Schule neue Tablets

Schulleiterin Karen Schulz und Fördervereinschef Horst Hartramph können sich mit Schülern über die iPads freuen. Überreicht hat sie Michael Sino. (Foto: BW)

Weißensee. Über eine besondere Unterstützung kann sich die Stephanus-Schule am Weißen See freuen. Michael Sino, der Leiter des Finanz-Centers der Berliner Volksbank in der Berliner Allee 19/21, übergab der Schule sieben nagelneue iPads.

"Die iPads dienen den Schülern vor allem als Kommunikationsmittel", erklärt Schulleiterin Karen Schulz. In dieser speziellen Schule werden nämlich Schüler mit mehrfachen Beeinträchtigungen unterrichtet. Etwa ein Drittel der knapp 100 Schüler kann sich gar nicht oder kaum lautsprachlich verständigen. Die Tablets werden mit dem speziellen Programm "Talker" zur Kommunikationshilfe. Die Schüler brauchen dazu nur Symbole oder Schriftzeichen antippen. Dass das den Schullalltag erleichtert, wissen Schüler und Lehrer bereits. Seit 2012 werden vier Tablets in der Schule genutzt. Für deren Anschaffung gab es vom Schulförderverein eine Anschubfinanzierung.

In der Praxis zeigte sich aber, dass vier iPads nicht ausreichen. Die elf Klassen mussten sich bisher immer abstimmen, wer wann die iPads einsetzen darf. Deshalb machte sich der Vorsitzende des Fördervereins Horst Hartramph dafür stark, dass die Schule weitere iPads erhält. Mit Erfolg. Die sieben neuen Geräte, die die Volksbank der Schule zur Verfügung stellt, machen es nun möglich, dass jede Klasse ein iPad erhält. Damit kann die Schule endlich auch eine ihrer Zielstellungen umsetzen. "Als schulinternes Curriculum hatten wir uns 2013 den Schwerpunkt gesetzt, jedem Schüler eine Stimme zu geben", sagt Karen Schulz. "Dabei unterstützt uns nun die Spende."

Mit dieser Spende können die Schüler und Lehrer der Stephanus-Schule optimistisch in ein Jubiläumsjahr starten. Denn die Schule feiert ihren 25. Geburtstag. Was heute als normal gilt, dass auch Kinder mit schweren Behinderungen eine richtige Schule besuchen, war vor 25 Jahren in Ostberlin noch ein Novum. Mehrfach beeinträchtigte Kinder galten als nicht schulfähig.

Schon vor der eigentlichen Schulgründung wurde von der Stephanus-Stiftung Ende der 80er-Jahre versucht, mit schwerst- und mehrfach behinderten Kindern zu arbeiten und ihnen im Rahmen ihrer Möglichkeiten Bildung zu vermitteln. Erst 1990 wurde die Schulpflicht auch für sie im Schulgesetz festgeschrieben. Die Stephanus-Schule wurde noch vor Inkrafttreten des Gesetzes gegründet. Heute wird die Stephanus-Schule, deren Träger die gemeinnützige Stephanus Bildung GmbH ist, von Schülern zwischen sechs und 18 Jahren besucht. Der Unterricht findet in kleinen Klassen statt, die von einem Team unter Leitung eines Sonderschullehrers betreut werden.

Weitere Informationen im Internet auf www.stephanus-bildung.de/stephanus_schule.

Bernd Wähner / BW
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