Für weitere Dialog-Displays fehlt dem Bezirk das Geld

Weißensee. Auf die Nette Autofahrer dazu zu bewegen, Tempo 30 vor einer Schule einzuhalten, das war die Intention der sogenannten Dialog-Display-Anlagen. Vor zehn Jahren begann der Senat mit einem Testlauf im Bezirk Pankow.

Etwa 50 Meter vor Schulen wurden Geschwindigkeitsmessgeräte installiert. Kurz vor den Stellen, an denen Schüler morgens die Straße überqueren, wurde dann ein Dialog-Display mit einem Kinderbild aufgebaut. Halten sich Autofahrer an die Geschwindigkeitsbegrenzung erscheint ein grünes "Danke!". Wer zu schnell fährt, wird mit einem roten "Langsamer!" darauf aufmerksam gemacht. Das System schien zu wirken. Untersuchungen ergaben, dass Autofahrer tatsächlich den Fuß vom Gas nehmen, wenn sie das "Langsamer!" lesen.

Allerdings gibt es derzeit nur noch zwei Anlagen im gesamten Bezirk. Das erfuhr CDU-Fraktionschef Johannes Kraft in der Antwort auf seine Anfrage zu diesem Thema vom Bezirksamt. Die noch vorhandenen Anlagen befinden sich in der Tino-Schwierzina-Straße vor der Grundschule am Wasserturm und auf der Achillesstraße vor der Grundschule im Panketal. Aufgestellt wurden sie vom Bezirksamt in Abstimmung mit der Verkehrslenkung Berlin sowie der unteren Straßenverkehrsbehörde, dem Schul- und Sportamt und dem Straßen- und Grünflächenamt des Bezirks, so Dr. Torsten Kühne (CDU), Pankows Stadtrat für öffentliche Ordnung. Die Unterhaltung der beiden Dialog-Display-Anlagen kostet jährlich 600 Euro. Diese müssen die beiden Schulen selbst aufbringen. Auch wenn sie nachweislich zur Verkehrssicherheit beitragen, weitere Displays sind laut Kühne im Bezirk vorerst nicht vorgesehen. Die Anschaffungskosten belaufen sich auf jeweils 6000 Euro, die im Bezirkshaushalt derzeit nicht eingeplant sind.


Bernd Wähner / BW
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