Die IG City Weißensee macht sich stark für eine noch attraktivere Berliner Allee

Bodo Hildebrandt und Kai-Uwe Agatsy setzen sich seit Jahren für einen attraktiveren Antonplatz und eine florierende Berliner Allee ein. (Foto: Bernd Wähner)
 
In den vergangenen Jahren gewann sie sichtlich an Attraktivität: Im südlichen Bereich der Berliner Allee gibt es inzwischen kaum Leerstand. (Foto: Bernd Wähner)

Weißensee. Was wäre Berlin ohne lebendige Einkaufsstraßen und attraktive Geschäfte? Doch der Wandel im Handel hinterlässt Spuren. Damit der lokale Einzelhandel eine Zukunft hat, engagieren sich zahlreiche Geschäftsleute. Was sie tun, stellt die Berliner Woche im Rahmen der Aktion „Das geht uns alle an!“ vor.

Die Berliner Allee ist die Einkaufsmeile von Weißensee. Für die Entwicklung des Kiezes setzt sich seit vielen Jahren die Interessengemeinschaft (IG) City Weißensee ein. „Die Berliner Allee war Anfang der 90er-Jahre entwicklungsfähig“, sagt der Apotheker Bodo Hildebrandt. „Es gab zwar kaum Leerstand, aber die Häuser und die Läden waren zu sanieren. Vor allem wollten wir auch Werbung machen für die Allee.“ So wurde das Projekt einer Werbegemeinschaft angestoßen. Die ging 1998 als IG City Weißensee an den Start.

„Laut Satzung hat es sich unser Verein zur Aufgabe gemacht, allen am Wohl von Weißensee interessierten Kräften die Möglichkeit zu geben, die Anziehungskraft des Ortsteils zu erhalten und zu stärken“, sagt der Vorsitzende der IG City Weißensee, der Rechtanwalt Kai-Uwe Agatsy. „Das geschieht ehrenamtlich, unabhängig von Parteipolitik und Konfession. Wir wollen Weißensee mit Lobbyarbeit für Kaufleute und Gewerbetreibende voranbringen.“

Um das zu erreichen, organisierte die Interessengemeinschaft in zurückliegenden Jahren unter anderem Schaufensterwettbewerbe, brachte regelmäßig Einkaufsführer für die Weißenseer City heraus, nahm am Weißenseer Blumenfest teil und ermöglichte es Künstlern, in den Schaufenstern der Läden auszustellen.

„Die Berliner Allee ist aber eine Durchgangsstraße mit hohem Verkehrsaufkommen“, sagt Bodo Hildebrandt. „Deshalb überlegen wir immer wieder, wie wir die Attraktivität der Einkaufsstraße weiter erhöhen können.“ Unter anderem wird über eine Überdachung der Ladenzeile und Lärmschutz zur Straße nachgedacht. Das wäre zwar ein aufwendiges und kostspieliges Unterfangen, aber es wäre mit einer Immobilien- und Standortgemeinschaft auf den Weg zu bringen. „Dazu müssten wir es schaffen, die Immobilieneigentümer mit ins Boot holen“, sagt Kai-Uwe Agatsy. Noch ist das eine Vision. Mit Unterstützung des Bezirksamtes und des Senats könnte diese aber Wirklichkeit werden.

Ganz aktuell gibt es Überlegungen, den Antonplatz, das „Tor“ zur Berliner Allee, noch mehr zu beleben. „Wir setzten uns bereits vor einigen Jahren dafür ein, dass es auf dem Antonplatz wieder einen Wochenmarkt gibt“, so Hildebrandt. Dieser findet inzwischen jeden Dienstag und Freitag statt. Nun plant die IG, den Platz für weitere Aktivitäten zu nutzen. Angedacht ist zum Beispiel für dieses Jahr ein kleiner Adventsmarkt.

Die Vorweihnachtszeit ist im Übrigen die Zeit, in der jeder eine der wichtigsten Aktionen der IG bewundern kann. Seit etwa 15 Jahren ist die Allee dann nämlich von der Rossinistraße bis zur Lindenallee festlich erleuchtet. An 70 Laternenmasten sind Lichtelemente angebracht. „Viele denken immer noch, dass das Bezirksamt dafür sorgt“, weiß Bodo Hildebrandt aus Gesprächen mit Kunden. „Aber alles wird von unserer IG mit Mitgliedsbeiträgen und Spenden finanziert. Unter anderem unterstützen uns Banken und Wohnungsbaugesellschaften, aber auch Spenden von Gewerbetreibenden und Bürgern sind immer gern gesehen.“

Wer spenden möchte, findet auf www.city-weissensee.com alle Informationen. Dieses Portal ist ein weiteres Projekt der Interessengemeinschaft, um die Attraktivität der Berliner Allee zu fördern. „Hier können sich Einzelhändler und Gewerbetreibende vorstellen und verlinken“, so Agatsy. BW
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