"Parklet" am Straßenrand: Für die nächsten Standorte werden Paten gesucht

Optikermeister Friedemann Preubsch hat es sich auf dem "Parklet" bequem gemacht. (Foto: Bernd Wähner)

Weißensee. Das neue "Parklet" geht jetzt an der Weißenseer Spitze auf Tour. Jede Woche wird es seinen Standort wechseln.

„Es steht am Straßenrand vor Geschäften, Galerien, Gewerbebetrieben und Wohnhäusern entlang der Gustav-Adolf-Straße sowie in den Nebenstraßen“, sagt Friedemann Preubsch. Der Optikermeister ist Mitglied in der Interessengemeinschaft IG City Weißensee. Er erklärte sich als erster bereit, eine Patenschaft für die neue Kiez-Errungenschaft zu übernehmen. Das "Parklet" ist so etwas wie ein mobiles Wohnzimmer unter freiem Himmel. Auf einem flachen, langen Anhänger sind Bänke und ein Tisch montiert. Umgeben ist alles von einer Einfassung, in der künftig viele Grünpflanzen stehen sollen. Dort können Passanten eine kurze Pause einlegen. Mit wenigen Handgriffen lässt sich das "Parklet" außerdem zu einer kleinen Bühne oder zu einer Ausstellungsfläche umbauen.

Die Idee dazu hatten Heather Ann McKee und Bas Kools vom Projekt Local Smarts. Die beiden sind Preisträgern des Wettbewerbs „Mittendrin Berlin! Die Zentren-Initiative“, der von der IHK und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung ausgelobt wird. Ziel ist es, mit besonderen Aktionen Geschäftsstraßen oder Kieze zu stärken.
Das "Parklet" ist ein Mosaiksteinchen ihres Konzeptes für die Belebung der Weißenseer Spitze. Gebaut wurde es zusammen mit Anwohnern bereits vor einigen Wochen. Doch nun liegt die offizielle Zulassung des TÜVs vor. Das "Parklet" besitzt ein Nummernschild, sodass es in Parklücken am Straßenrand abgestellt und immer wieder an einen anderen Standort umgesetzt werden kann.

Passanten und Kiezbewohner nähmen das "Parklet" gut an, meint Friedmann Preubsch. „Immer wieder setzen sich Leute hier hin, um ein bisschen zu verweilen. Man kommt miteinander ins Gespräch. Das Projekt fördert die Kommunikation im Kiez.“ Die ersten Tage der Nutzung zeigen Preubsch aber auch, dass das "Parklet" tatsächlich an jedem Standort einen Paten benötigt. „Immer wieder muss mal der Tisch abgewischt oder Liegengelassenes weggeräumt werden“, berichtet er. Kiezbewohner und Gewerbetreibende, die die Aktion unterstützen wollen, können über info@localsmarts.org Kontakt mit dem Projektteam aufnehmen. BW

Weitere Informationen gibt es auch bei Friedemann Preubsch unter  471 36 17.
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