Tradition mit Zukunft: 50 Jahre Höffner und mehr als 140 Jahre Möbelgeschichte

Im Herbst 2016 legte Kurt Krieger in Lichtenberg den Grundstein für „den größten Höffner der Welt“. 1967 stieg er in den Möbelhandel ein. (Foto: Sabine Kalkus)

Höffi hat etwas im Kopf. Etwas Verschmitztes hat er auch. Und 08/15 ist nicht sein Ding. Alles klar?! Klar ist in jedem Fall, dass Höffi es versteht, anzupacken. Wohl kaum würde das Möbelunternehmen – das seinem Firmen-Maskottchen Höffi jene Eigenschaften zuschreibt – jetzt sein 50. Jubiläum feiern können.

„Erfolg braucht Visionen“, davon ist Kurt Krieger bis heute überzeugt. Derzeit wächst der jüngste Möbelhausbau, „der größte Höffner der Welt“, an der Landsberger Allee rasant in die Höhe. Vor 50 Jahren hat der Berliner Unternehmer die Namensrechte des Traditionsunternehmens Höffner erworben. Heute führt Tochter Sonja Krieger gemeinsam mit ihrem Vater die Firma in vierter Generation fort. Sohn Konrad Krieger steht bereits „in den Startlöchern“.

Küchenstuhl für 1,25 Mark

Die Wurzeln der heutigen Möbelfirma jedoch gehen auf das Jahr 1874 zurück. Der Berliner Tischlermeister Rudolf Höffner gründete eine eigene Werkstatt, deren Umsatz schnell wuchs und sich bis zum Beginn des 2. Weltkrieges zu Berlins größtem Möbelhaus entwickelte.

Zur gleichen Zeit betrieb auch Wilhelm Krieger eine eigene Tischlerei. Zur Firmengründung 1910 verlangte er für seinen ersten selbstgebauten Küchenstuhl eine Reichsmark und 25 Pfennig. Sohn Wilhelm stieg 1932 in das Unternehmen ein und hat es 1947 übernommen. Feste Kunden sind Berliner Behörden und Schulen. Der Mauerbau brachte es mit sich, dass das am Veteranenberg im Osten der Stadt gelegene Unternehmen Höffner 1961 zwangsläufig seine Türen schließen musste. Doch schon 1967 war Höffner wieder in aller Munde. Mit dem Erwerb des Namens und der Neugründung in West-Berlin legte Kurt Krieger den Grundstein für sein Möbe­l­imperium.

Seinen Visionen folgend, schloss Krieger 1978 alle kleinen Höffi-Filialen und entwickelte ein neues Möbelkonzept. Die sogenannte „Höffner-Stadt“ gibt einen eigenen Katalog heraus, Mitarbeiter bewerben in selbstgemachten Werbespots die Marke.

Mit der Wende expandierte Höffner. Heute arbeiten in 19 modernen Einrichtungszentren deutschlandweit 7000 „Höffis“. sabka
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