Ausschreitungen bei Hertha-Spiel: 26 Festnahmen, 17 verletzte Polizisten

Westend. Bei der Bundesliga-Begegnung zwischen Hertha BSC Berlin und dem SV Werder Bremen am 10. September im Olympiastadion ist es nach Angaben der Polizei zu Ausschreitungen im Gästefanblock gekommen.

Insgesamt waren 280 Beamte im Einsatz, 26 Personen wurden vorläufig festgenommen. Kurz vor dem Anpfiff des Spiels hatten sich zahlreiche Fans unter ihren Fahnen vermummt und mit weißen T-Shirts bekleidet. Anschließend stiegen sie auf die Betonbalustrade und zündeten Feuerwerkskörper. Als die Pyrotechnik erloschen war, verschwanden sie wieder unter den zusammengehaltenen Fahnen, zogen die T-Shirts aus und legten die Vermummung ab.

Rangeleien beim Verlassen des Stadions

Zeitgleich schlug einer der Chaoten mit einer Fahnenstange auf vier Polizeibeamte ein, die dabei leicht verletzt wurden. Der Mann wurde in der Halbzeitpause beim Verlassen des Gästefanblocks verhaftet. Als Ordner dann die Treppen, die gleichzeitig auch Rettungswege sind, frei halten wollten, kam es zu Rangeleien. Beim Verlassen des Stadions hakten sich die Übeltäter unter und hielten Fahnenstangen fest, um die Festnahmen der Straftäter zu erschweren.

Auch auf dem Coubertinplatz wurden mehrere Verdächtige vorläufig festgenommen. Dabei machten sich Vertreter der Gruppe mit Körperverletzungen, Widerstandshandlungen und versuchten Gefangenenbefreiungen weiter strafbar.

17 Polizisten wurden bei den Tumulten leicht verletzt, die festgenommenen Personen wurden wieder auf freien Fuß gesetzt, gegen sie wurde Strafanzeige gestellt. maz
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