Aber nicht jedem gefallen die Wassertürme

Der Gegensatz der Architektur-Stile provoziert. (Foto: KEN)

Westend. Über Geschmack lässt sich bekanntlich vortrefflich streiten. Die Umgestaltung der beiden historischen Wassertürme an der Akazienallee gefällt einigen im Quartier überhaupt nicht.

Das sei eine "massive Verschandelung der denkmalgeschützten Anlage" sagt etwa Marcus B. nach einer Besichtigung der Immobilie. "Die andernorts abgetragenen Plattenbauelemente kamen scheinbar für die hiesigen Treppenhäuser zum Einsatz." In der Tat prallen in dem Entwurf des Berliner Büros Krüger Architekten gründerzeitliche Backsteinästhetik auf nüchterne Zweck-Architektur. An die 1881 und 1909/1910 errichteten, denkmalgeschützten Wasserspeicher sind nämlich Treppenhäuser in hellem Neapelgelb angeklebt, die so manchen Zeitgenossen an sozialen Wohnungsbau aus den 60ern und 70ern erinnern mögen. Seinerzeit wurde über diese Lösung in der Bezirksverordnetenversammlung heftig diskutiert. Der damalige Stadtentwicklungsstadtrat Klaus-Dieter Gröhler (CDU) hat dann die Baugenehmigungen erteilt - in Absprache mit dem Landesdenkmalamt, das die externen Treppenhäuser genehmigt hat.

Bauherr der Umgestaltung in Wohnungen mit Flächen von bis zu 360 Quadratmetern ist die Personengesellschaft "Wassertürme Westend". Die Fertigstellung beider Wassertürme ist für diesen Sommer geplant.


Karen Noetzel / KEN
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