Führung durch das Ostpreußenviertel

Westend. Nach Orten benannte Straße führen entweder zum benannten Ort oder sie erinnern an Regionen. Das gibt es auch im Westend, nur ist es dort mit den Beziehungen etwas schwerer.

So führt die Stallupöner Allee ganz gewiss nicht nach Stallüpon, und so mancher wird überhaupt nicht einmal wissen, dass es sich dabei um einen Ort handelt. 1938 wurde er in Ebenrode umbenannt, 1946 in Nesterow und liegt seither in Russland. Licht in das Dunkel der geheimnisvollen Straßennamen im Ostpreußenviertel will am Sonntag, 16. Dezember, der schon für seine Führungen auf den Teufelsberg bekannte Andreas Jüttemann bringen. Die Führung wird nicht nur geografische Erkenntnisse bringen, sondern Andreas Jüttemann hat auch einiges über die früheren Bewohner zu erzählen. So nahm sich in der Stallupöner Allee 11 der legendäre Flieger Ernst Udet am 17. November 1941 das Leben. In Lyck wurde der masurische Schriftsteller Siegfried Lenz geboren und in Angerburg wurden bis 1945 die Meisterschaften im Segeln ausgetragen. Andreas Jüttemann wird über die Geschichte der ostpreußischen Namenspatronen der Straßen und Alleen nördlich des Teufelsberges erzählen und seine Gäste zu interessanten Häusern und Plätzen in diesem Viertel Westends führen.

Die Führung beginnt am 16. Dezember um 13 Uhr. Treffpunkt ist am S-Bahnhof Heerstraße, Ausgang Boyenallee. Die Führung dauert anderthalb Stunden. Die Teilnahme kostet fünf Euro. Anmeldung erbeten unter 804 033 90.

Frank Wecker / FW
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