Die U15 von Tennis Borussia holt Berliner Meistertitel

Berliner U 15 Meister 2013 von Tennis Borussia. (Foto: Blecher)

Westend. Lila-Weiß ist Trumpf! Zumindest bei den U 15 Junioren. Schon im Winter in der Halle ließen die Jung-Veilchen den Profi-Nachwuchs von Hertha und Union hinter sich. Nun gelang das gleiche Kunststück auch in der Liga.

Leistungssport beginnt heutzutage schon in frühester Jugend. Die Anforderungen an die jugendlichen Fußballer sind enorm gestiegen. Das gilt noch mehr, will man Titel gewinnen und Erfolge einfahren. Fabian Blecher, seit zwei Jahren Trainer der U 15 von TeBe, gewährt Einblick in die harte tägliche Arbeit. In der Vorbereitung, die letzten drei Wochen der Sommerferien, wurde täglich trainiert. "Ab Schulanfang", erzählt Blecher, "haben wir das Training auf viermal pro Woche reduziert." Dazu kamen ein Trainingslager, Testspielreisen und diverse Turniere. Am Ende hat sich die schweißtreibende Arbeit für Blecher und sein Team gelohnt. In der gerade abgelaufenen Spielzeit holte TeBe sowohl auf dem Feld als auch in der Halle den Berliner Meistertitel. Darüber hinaus wurde das Team in der Halle Nordostdeutscher Vizemeister. Eine enorme Leistung. Doch es sind nicht die Titel, die den TeBe-Jugendtrainer antreiben: "Wir spielen nicht der Statistik wegen, sondern die Ausbildung und die damit verbundene Entwicklung sind entscheidend.

"Die größte Herausforderung ist, aus guten Individualisten ein starkes Team zu formieren", bringt Blecher das Grundproblem auf den Punkt. Sein Training ist "jeden Tag anders, niemals das Gleiche, aber immer im Thema". Seit nunmehr acht Jahren arbeitet er mit seinem Teammanager Ilhan Yagbasan zusammen. Und das Team funktioniert. In ihrer Zeit bei TeBe haben die beiden schon etliche National- und Auswahlspieler entwickelt. Darüber hinaus haben sie 38 Spieler an die überregional spielenden B-Junioren herangeführt. Eine Bilanz, die sich sehen lassen kann. Das Ergebnis gewinnt noch an Strahlkraft, bedenkt man, dass Tennis Borussia kein Profi-Club, sondern lediglich ein Sechstligist ist. TeBe ist im Jugendbereich eine Marke. "Obwohl wir deutlich geringere finanzielle Mittel als Union und Hertha haben, leisten wir sportlich-effektiv eine ebenbürtige Arbeit", bringt Fabian Blecher die Dinge auf den Punkt.

Im Eichkamp sind gute Jugendspieler zu holen. Das weckt die Begierden der Profi-Clubs. Aus Blechers Team wechseln je zwei Spieler zu den Bundesligisten Hannover 96 und VfL Wolfsburg. Einen zieht es zum 1. FC Union in die Wuhlheide.

Mit dem Beginn der neuen Spielzeit steht Fabian Blecher erneut vor dem Problem, das sich einem Jugendtrainer nahezu jährlich stellt: Er muss wieder ein neues schlagkräftiges Team formen. Dabei ist er sich sicher, dass auch seine neuen Jungs "durch die Anforderungen des Trainings wachsen". Gleichzeitig weiß Blecher aber"wie viel Arbeit notwendig ist, um nicht nur dabei zu sein, sondern auch einen Maßstab generieren zu können."


Fußball-Woche / ww
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