Endlich wieder spitze: SC Charlottenburg fährt zwei Siege in vier Tagen ein

Der SCC (weiß) hat sich durch das 4:1 beim SFC Stern II die Tabellenführung in der Landesliga, Staffel zwei zurückgeholt. (Foto: Michael Nittel)
Berlin: Mommsenstadion |

Der SC Charlottenburg hat sich mit zwei Siegen in nur vier Tagen die Tabellenführung in der Fußball-Landesliga, Staffel zwei zurückgeholt: Nach dem 2:1-Erfolg unter der Woche im Nachholspiel gegen den VfB Fortuna Biesdorf setzte sich der SCC auch am 7. April mit 4:1 (1:0) bei der zweiten Mannschaft vom SFC Stern durch.

Allerdings war SCC-Coach Nicolas Wolff mit dem Auftritt seines Teams beim Tabellenvorletzten in Steglitz alles andere als zufrieden: „Für unsere Leistung heute braucht man keinen ganzen Satz, da genügt ein einziges Wort: Sommerfußball“, haderte der Coach nach der Partie auf dem Sportplatz an der Schildhornstraße mit seinem Team. „Mehr haben wir hier heute nicht abgeliefert.“ Patrick Maykowski hatte den Gast im ersten Durchgang in Führung geschossen. Doch unmittelbar nach dem Wechsel konnte Joel Batista für den Außenseiter ausgleichen. Zwar hatte der SCC mehr Ballbesitz und mehr Spielanteile. Doch ab und an gelang es den Gastgebern, die wackelige Gästeabwehr auszuhebeln und zu gefährlichen Torabschlüssen zu kommen. Erst Robin Kerstens Treffer zum 2:1 knapp 20 Minuten vor dem Abpfiff stellte die Weichen auf Sieg. In der Schlussphase bewies Trainer Wolff ein glückliches Händchen und wechselte Jacob Teetzmann ein, der mit einem Kopfball (81. Minute) nach einer tollen Vorarbeit von Linus Grund und mit einem feinen Schlenzer (90.) das Ergebnis letztlich doch noch in eine standesgemäße Höhe schrauben konnte.

Im Vergleich zum Biesdorf-Spiel hatte Coach Wolff sein Team auf fünf Positionen verändern müssen: Bis auf Kian Niroomand fiel die komplette Abwehr aus. „Das war unser Hauptproblem: Wir haben katastrophal verteidigt und können froh sein, dass Stern seine Chancen nicht genutzt hat.“

Nach 21 von 30 Spieltagen belegt der SCC mit nunmehr 52 Punkten also wieder Platz eins, den direkten Aufstiegsrang. Der SC Gatow, der das Verfolgerduell beim Frohnauer SC mit 3:2 für sich entscheiden konnte, kletterte mit 49 Zählern auf Platz zwei und profitierte davon, dass der FC Spandau (48) beim 1. FC Wilmersdorf nicht über ein 1:1 hinaus kam. Unter diesen drei Teams – da ist sich Nicolas Wolff sicher – wird sich der Aufstieg in die Berlin-Liga letztlich entscheiden. Allerdings herrscht weitestgehend Einigkeit darüber, dass das Titelrennen nicht in den direkten Duellen, sondern in den Spielen gegen die Teams entschieden wird, die wie der SFC Stern gegen den Abstieg kämpfen oder für die es um nichts mehr geht. „Wir selbst haben ja auch vor ein paar Wochen gegen Novi Pazar gepatzt. Anderen Spitzenteams ist das auch schon passiert. Deshalb sage auch ich: In diesen Partien wird sich der Aufstieg letztlich entscheiden“, so Wolff.

Unabhängig davon profitiert der SCC in dieser Saison in einem sehr hohen Maß von einer starken Defensivarbeit des gesamten Teams: Nur 15 Gegentore in 21 Spielen sprechen eine deutliche Sprache. Wolff abschließend: „Schon viele andere Trainer vor mir haben zu Recht festgestellt: Mit einer guten Offensive gewinnt man Spiele, mit einer guten Defensive gewinnt man Meisterschaften.“
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