SC Charlottenburg stolpert im Aufstiegsrennen

Angstgegner: Wie schon im November mussten sich Sebastian Seidel (weiß) und der SCC nun auch im Punktspiel am 25. März dem 1. FC Novi Pazar geschlagen geben. (Foto: Michael Nittel)
Berlin: Mommsenstadion |

Der SC Charlottenburg hat im Aufstiegsrennen der Fußball-Landesliga, Staffel zwei einen Rückschlag hinnehmen müssen: In einem Nachholspiel musste sich das Team um Coach Nicolas Wolff dem 1. FC Novi Pazar mit 0:1 (0:1) geschlagen geben.

Den Siegtreffer für das Team aus Neukölln bei der Partie im Mommsenstadion am 25. März hatte Selim Kiyak in der neunten Spielminute erzielt. Selbst in Überzahl, nachdem die Gäste nach einer Roten Karte für Kuba-Siala Vulu rund 20 Minuten vor Schluss das Spiel mit zehn Akteuren beenden mussten, gelang dem SCC kein Treffer. Damit entwickeln sich die Neuköllner, nur Tabellenzehnter der Landesliga, allmählich zum Angstgegner. Schon im Pokal hatte der SCC im Duell mit Novi Pazar am 12. November die Segel streichen müssen. Und das alles, obwohl die Charlottenburger seit dem Sommer 2017 insgesamt nur vier Pflichtspiele verloren haben.

Das Aufstiegsrennen bleibt spannend

Zu allem Überfluss demontierte der FC Spandau (47 Punkte) den FC Nordost Berlin mit 9:1 und verdrängte den SCC (46) von der Tabellenspitze. Noch vor Wochenfrist hatte der SCC das Spitzenspiel in Spandau mit 1:0 für sich entschieden. Allerdings ließ der Verfolger Frohnauer SC (43) auf Platz vier Federn: Das Team aus dem Norden verlor beim FC Stern Marienfelde mit 0:3. Der SC Gatow auf Platz drei (45) hatte kein Nachholspiel zu absolvieren. So kann man für die Landesliga, Staffel zwei nach 20 von 30 Spieltagen lediglich eines festhalten: Das Aufstiegsrennen bleibt spannend.

Oberligist Tennis Borussia Berlin hat indes nach einem hochdramatischen Spiel gegen den Berlin-Ligisten SV Tasmania das Halbfinale um den Berliner Pilsner Pokal erreicht: Ohne ihren an Grippe erkrankten Trainer Thomas Brdaric setzten sich die Veilchen im Mommsenstadion am 24. März im Elfmeterschießen gegen den unterklassigen Gast aus Neukölln durch: Sefa Kahraman war es vorbehalten, den erlösenden Elfmeter zum 6:5-Endstand im Tor der Tasmanen zu versenken.

Dabei hatte es über weite Strecken so ausgesehen, als würden die Lila-Weißen nichts anbrennen lassen: Bereits in der 11. Spielminute gelang die frühe Führung durch Karim Benyamina, bevor Thiago Rockenbach da Silva nach gut einer halben Stunde mit einem Strafstoß sogar auf 2:0 erhöhen konnte. Nach Wiederanpfiff waren die Veilchen aber zu passiv, so dass die Gäste mutiger wurden, durch Julian Loder auf 1:2 verkürzen konnten (61. Minute) und durch Arber Shuleta in der vierten Minute der Nachspielzeit doch noch zum Ausgleich kamen. Da in der Verlängerung keine Tore fielen, musste das Elfmeterschießen die Entscheidung bringen. Und nachdem TeBe-Schlussmann Stephan Flauder den fünften und letzten Schuss der Tasmanen parieren konnte, schlug im Anschluss die große Stunde von Kahraman, der zum Sieg traf.

Neben Tennis Borussia qualifizierten sich auch Regionalligist BFC Dynamo, nach einem 3:0-Erfolg über den SV Lichtenberg, und der BSV Eintracht Mahlsdorf, nach einem 1:0-Sieg beim FC Internationale, für die Runde der letzten Vier.

Das letzte Viertelfinale zwischen dem Berliner SC und den Füchsen Berlin ist nach dem tragischen Tod von BSC-Kicker Damantang Camara auf Mittwoch, 11. April, verlegt worden.
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