Von Jung bis Alt

Sieger bei der Ü30: FC Ballcelona. Foto: Georg Wolf (Foto: Georg Wolf)
 
Verband für Betriebsfußbal e.V. Landesliga Hallenpokal Sieger: BSG Neukölln 13 A Foto: Georg Wolf hintere Reihe v.l.n.r.: Uluer, Jankowski, Bowman, Hartung, Teammanager Kristofic, Preuezanos vorn: Lemm, Franke, Calhan, Piterek, Weber (Foto: Georg Wolf)
 
Verband für Betriebsfußball Berlin e.V. (VBF) Sieger des Max-Schröder Hallenturniers BSG boeba.Citi 68 Foto: Georg Wolf hinten v.l.n.r.: Betreuer Koch, Manager Koch, Brall, Büttner, Böttcher, Bos vorne: Betreuerin Koch mit dem neuen Wanderpokal, Güttel, Biebija (Foto: Georg Wolf)
Berlin: Verband für Betriebsfußball |

Betriebssport und Freizeitfußball krönen Hallenkönige

Die kalte Jahreszeit nutzten der Verband für Betriebsfußball und der Verband für Freizeitfußball für zahlreiche Hallenturniere. Große Überraschungen neben den erwarteten Turniersiegern und sehr faire Spiele prägen das Bild der diesjährigen Hallensaison.

Auf Grund der prekären Hallensituation in Berlin konnten nicht alle Turniere in gewohnter Größe ausgetragen werden. Während es für die Ü18 und Ü38 noch mehrere Termine gab, mussten sich die übrigen Wettbewerbe mit Tagesturnieren zufriedengeben. Der guten Stimmung an allen Wettkampftagen tat dies keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil. Die Straffung wurde sehr positiv aufgenommen.

Max-Schröder-Pokal

Begonnen wurde mit dem Max-Schröder-Pokal für Mannschaften der Altersklasse 50+. Haushoher Favorit war die Semiprofitruppe von boeba Citi 68. Ebenfalls mit Titelchancen gehandelt wurde Wapo Süd A.

Leider gab es noch kurzfristig eine Umgestaltung des Spielplans, da zwei Mannschaften kurz vor Torschluss ihre Mannschaften vom Turnier abmelden mussten. Statt in zwei Gruppen wurde jetzt in einer 9er-Gruppe gekickt. Jeder gegen jeden. Sodass am Ende für jede Mannschaft acht Punktspiele auf dem Papier standen. Die Spieldauer wurde auf acht Minuten reduziert.

Hinein ins Turnier: Die ersten Spiele verliefen alle erwartungsgemäß unspektakulär. Die favorisierten Mannschaften spielten ihren Stiefel locker runter. Jedoch zeigte sich recht früh, dass es einen dritten Titelkandidaten geben würde, den so niemand auf der Rechnung hatte: DRV BUND / Feuerwehr. Aus den ersten drei Punktspielen holten die „Turnierminimalisten“ 3:0 Tore und 9 Punkte. Machte zwischenzeitlich Platz 2 in der Tabelle – hinter den übermächtigen Cities.

Auch wenn recht schnell klar war, dass viele Mannschaften chancenlos hinsichtlich des Titels waren, verliefen die Spiele sehr fair. Sicher, es gab insgesamt drei Zeitstrafen, doch für ein Turnier dieser Länge blieb die Strafbank wohltuend ungenutzt.

Während des laufenden Wettbewerbs musste der FC Oldie 79 seine Mannschaft zurückziehen. Schon mit schmalem Kader angereist, verletzten sich im Laufe des langen Tages drei Akteure. Eine konkurrenzfähige Mannschaft war dementsprechend nicht mehr vorhanden. Die Turnierleitung nahm, nach einer kurzen Besprechung mit den übrigen Mannschaftskapitänen, alle Spiele der Oldies aus der Wertung. Einfluss auf den Turnierausgang hatte diese Maßnahme nicht, da die Topteams ihre Spiele allesamt gegen Oldie gewonnen hatten.

Spätestens nach Spiel 20, der Partie boeba Citi 68 – Wapo Süd A, war klar, wer der neue und alte Turniersieger werden sollte. Ließ Wapo in anderen Partien Punkte liegen, gewann boeba nur gegen Wapo nicht (0:0). Spannend wurde allerdings noch der Kampf um Platz 2 und 3. Hier lieferten sich Rentenversicherung und Wachpolizei ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Erst im direkten Vergleich viel die Entscheidung zugunsten der Wapos. Doch die Versicherer verließen erhobenen Hauptes die Halle, hatten sie doch mit einer solchen Topplatzierung nicht gerechnet.

Ulli-Lemke-Pokal

Insgesamt 15 Mannschaften des VBF und VFF stellten sich zu Beginn der Vorrunde der Herausforderung „Hallenfußball“. Die Herren bei diesem traditionsreichen Turnier entsprangen der Altersklasse 38+. Neben Teams, denen es nur um den Spaß an der Bewegung ging, traten auch Formationen an, die ernsthaftes Gewinninteresse hatten: boeba Citi 68 & FC Oldie 79.
Jedoch standen vor der spannenden Finalrunde drei knallharte Qualifikationsgruppen. Durchgeführt wurden sie an einem langen Samstag in der Fritz-Reuter-Oberschule.

Gruppe A:
Gleich zu Beginn des Hallenpokals wurde es kurios: Gruppensieger BAC / Wasser 75 hatte am Sonntag, aus verschiedenen Gründen, arge Besetzungsprobleme. Somit mussten sie auf den Einzug in die Finalrunde verzichten. Lachender Dritter war dadurch die Allianz, die neben Südwest / DB das Ticket für die letzten Sechs buchte.

Gruppe B:
Kurios ging es gleich weiter: Statt fünf Mannschaften spielten derer Sechs in dieser Gruppe. Aus irgendeinem unbekannten Grund verschluckte das Internet mehrere Postillen Richtung Schöneweide. Macht aber nicht. Die Turnierleitung war auf alle Eventualitäten vorbereitet. Wurde eben mit einer Mannschaft mehr gespielt.
Eine Nummer zu groß für die Konkurrenz war boeba Citi 68. Mit der Maximalausbeute von 15 Punkten zogen sie ins Finale ein. Gefolgt von Sparkasse / IBM, die von einer Niederlage der Mercedesjungs von Stern 66 eben gegen jene Cities profitierten.

Gruppe C:
Natürlich fehlte jetzt eine Mannschaft in der Gruppe C. Vier statt fünf Teams kämpften dabei um die letzten beiden Finaltickets. Mit dem FC Oldie 79 gab es auch hier einen Überflieger. Dahinter sicherte sich Horrido 78 das letzte Ticket. Post Lichtenberg und das Ü-100 Team komplettierten die Kaffeerunde.

Finaltag: Am folgenden Sonntag, also gut 24 Stunden später, wurde die Finalrunde angepfiffen. Deren Geschichte ist relativ schnell erzählt, denn die ganz große Überraschung blieb aus. Somit durfte sich boeba Citi 68 über den zweiten Titel in der Halle freuen. Im Übrigen auch über den zweiten Gutschein über 200€ für ein französisches Edelrestaurant …

Herren-Landesliga

Eine ganz spezielle Location erwartete die Teams: Geladen hatte die Adidas Football Base. Gespielt wurde in verdunkelter Halle auf Kunstrasen. Für die Mannschaften nicht alltäglich. Entsprechend positiv war die Resonanz auf Location, Modus und Turnierverlauf. Erfreulich: Bis auf eine kurzfristige Absage (es rief die Inventur) nahmen alle gemeldeten Teams am Turnier teil.

Von morgens um zehn bis zum späten Nachmittag wurde eifrig um Punkte, Tore und Platzierungen gekämpft. Eines gleich vorweg: Es war eine ausgesprochen faire Veranstaltung. Die Schiedsrichter mussten keine persönlichen Strafen verhängen. Hut ab. Gibt es nicht alle Tage. "Negativer Höhepunkt" war die Verletzung eines Spielers der BSG Berufsfortbildungswerk Berlin BfW. Die Pressestelle des Verbandes für Betriebsfußball Berlin e. V. konnte schnell Entwarnung geben. Der junge Mann wurde noch am selben Tag aus dem Krankenhaus entlassen.

Hinein ins Spielgeschehen: Die Losfee hatte im Vorfeld ein glückliches Händchen. Beide Gruppen waren ausgeglichen. Bis zum allerletzten Vorrundenspiel herrschte Spannung. Zehn Sekunden vor Ende der Vorrunde schied P&G Gillette Deutschland aus. Allerdings als Zaungast hatte man das eigene Spiel schon ausgetragen.

Für das Halbfinale qualifizierten sich: Neukölln 13 A & B, Senat / Berliner Volksbank II und der hauseigene Gastgeber. Aus verständlichen Gründen (die Mannschaften hatten bereits mehrere Stunden Wettbewerb in den Beinen) waren die Finalspiele nicht mehr der ganz große Leckerbissen. Trotzdem wurde gekämpft. Der Gastgeber setzte sich klar gegen die B-Elf von N13 durch, deren A-Team ließ den Bänkern keine Chance.
Im Finale trafen dann die wohl beiden stärksten Teams des Turniers aufeinander. Die Gastgeber wurden allseits favorisiert, da technisch eine Augenweide. Neukölln13 besaß dafür ein großes Kämpferherz …
Mit dem Schlusspfiff kannte die Neuköllner Freude keinerlei Grenzen mehr!
Sehr gerne würden die Mannschaften im kommenden Jahr wieder in der Base gastieren. Mal sehen, vielleicht klappt es. Schlecht wäre es nicht.

Hallenrunde der 1. Herren / Ü18 VFF

Das größte und langwierigste Turnier in der Wintersaison ist traditionell das Turnier der Männermannschaften im Freizeitbereich. Auch dieses Jahr waren mehrere Vor- und Zwischenrunden nötig um die 12 Finalisten benennen zu können. Und wie das bei solchen Turnieren ist, gab es bereits in den Vorrunden diverse Überraschungen. Positive wie negative. Zahlreiche hochgehandelte Verbandsligisten und Erfolgshallenmannschaften der Vorjahre mussten frühzeitig die Segel streichen. Dafür qualifizierten sich Teams für die Endrunde, die im Vorfeld niemand auf der Rechnung hatte. Auch das ist Sport.

Am frühen Morgen trafen sich somit 12 Mannschaften, von denen auch alle gekommen waren. Auch das ist leider nicht immer so. Doch das ist eine andere Geschichte. Beide Finalgruppen waren recht ausgeglichen. Entsprechend spannend verlief die Vorrunde. Und fair war sie auch. Die guten Schiedsrichter mussten nur selten von ihrem bösen Blick Gebrauch machen. Turniersieger wurde, etwas überraschend, Xtreme Ballcelona.

Ü30-Turnier

Auch die Senioren suchten ihren Hallenmeister 2017. Leider traf der Wettbewerb auf nicht allzu viel Resonanz. Im Vorfeld konnten nicht alle Startplätze besetzt werden. Und am Pokaltag selber sagten noch zwei Mannschaften kurzfristig ab. Das Organisationsteam wurde vor Herausforderungen gestellt, die zukünftig sicherlich vermeidbar wären. Gespielt wurde auch. Und wie. Zwei Teams kristallisierten sich als Favoriten heraus: FC Ballcelona und die BSG Südwest / Deutsche Bank. Letztlich standen auch diese Mannschaften im Finale. Und a muss es leider einen Sieger geben … gw
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