„Wir nehmen, was kommt!“ TuS Makkabi erreicht Viertelfinale im Pokal

Der TuS Makkabi – hier Talal Hamo (weiß) – setzte sich im Pokal-Achtelfinale gegen den DJK Schwarz-Weiß Neukölln verdient mit 3:2 durch. (Foto: Michael Nittel)
Berlin: Julius-Hirsch-Sportanlage |

Westend. Der TuS Makkabi hat das Viertelfinale um den Berliner Pilsner-Pokal erreicht. Der Landesligist triumphierte in einem packenden und spannenden Duell gegen den Ligakontrahenten DJK Schwarz-Weiß Neukölln mit 3:2 (1:0).

„Ich denke, dass wir dieses Spiel verdient gewonnen haben“, freute sich Claudio Offenberg, sportlicher Leiter beim TuS, nach der Partie auf der Julius-Hirsch-Sportanlage am 7. Februar. „Zum Ende hin haben wir es uns aber noch einmal unnötig schwer gemacht.“ In der Tat: Nach dem Treffer von Talal Hamo in der ersten Halbzeit und einem Eigentor von Neuköllns Thomas Meissner kurz nach der Pause sah der TuS Makkabi wie der sichere Sieger aus. Und selbst nach dem Anschlusstreffer von Christoph Jung (58. Minute) stellte erneut Hamo nahezu postwendend mit seinem Tor zum 3:1 (63.) den alten Abstand wieder her.

In der Folge hatten die Gastgeber bei ihren gut vorgetragenen Konterangriffen das eine oder andere Mal die Entscheidung auf dem Fuß. Doch Higinio Martin May Mecha, Rodney Wilson und Aristote Kukanda scheiterten jeweils in aussichtsreicher Position. Und so kam der Gast aus Neukölln nach dem erneuten Anschluss von Chris Hartmann (85.) noch einmal auf und setzte den TuS in den Schlussminuten mächtig unter Druck. „Nach 75 Minuten müssen wir eigentlich mit 5:1 führen und den Sack längst zugemacht haben“, bemängelte Offenberg die Chancenverwertung seines Teams. „Und so ist es am Ende noch einmal eng geworden.“

Doch letztlich reichte es für den TuS, die Runde der letzten acht Teams zu erreichen. Einen Wunschgegner gibt es allerdings nicht. „Das Viertelfinale im Pokal erreicht zu haben, ist für einen Verein wie den TuS Makkabi schon ein toller Erfolg. Jetzt könnte man sagen: Wir wollen einen prominenten Gegner, der viele Zuschauer bringt. Oder ich könnte sagen: Wir wollen einen Gegner, den man unter Umständen schlagen kann. Deshalb sage ich: Wir nehmen, was kommt!“

Signal für die Landesliga?

Mit diesem Erfolg hat der TuS Makkabi auch ein wichtiges Signal für den Start in die Rückrunde der Fußball-Landesliga gesetzt. Immerhin wird die Truppe aus Westend als Tabellendritter ein Wort um den Aufstieg in die Berlin-Liga mitreden. Und mit dem DJK Neukölln hat man nun immerhin den Spitzenreiter der Landesliga besiegen können. „Ich wäre vorsichtig damit, den Sieg von heute als Signal für die Liga zu werten“, relativierte Offenberg. „Das sind zwei verschiedene Wettbewerbe. Und sowohl bei Neukölln als auch bei uns haben im Vergleich zur Liga ein paar andere Spieler mitgewirkt. Das muss man ehrlicherweise sagen.“

Und doch war sich Offenberg zumindest darin sicher, dass dieser Erfolg wichtig für den Kopf gewesen sei. „Letztlich ist aber jeder Sieg gut für den Kopf. Ich gehe davon aus, dass der Wahrsager am nächsten Sonntag bei den Spandauer Kickers kommen wird. Nach diesem Spiel wissen wir ganz genau, wo wir wirklich stehen.“ min
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