Anwohner fordern rasche Sanierung des Wilhelmsruher Sees

Aus dem Wilhelmsruher See wurden beim Aktionstag Wasserproben entnommen, um sie am Mikroskop weiter zu untersuchen. (Foto: Claudia Hakelberg)
Berlin: Wilhelmsruher See |

Wilhelmsruh. Auf die schlechte Wasserqualität des Wilhelmsruher Sees machten Anwohner jetzt mit einer besonderen Aktion aufmerksam. Damit möchten sie dazu beitragen, dass die Planungen für die Sanierung des Gewässers rascher vorankommen.

Wilhelmsruher schlossen sich im vergangenen Jahr unter dem Dach des Bürgervereins "Leben in Wilhelmsruh" zum Arbeitskreis Wilhelmsruher See zusammen. Dessen Ziel ist es, eine Sanierung und Neugestaltung des kleinen Sees zu erreichen. Damit sich möglichst viele Menschen für dieses Thema interessieren, lud die See-AG zu einem offenen Treffen ein. Dessen Motto lautete "Der Wilhelmsruher See geht baden – gehen Sie mit?".

„Um den etwa 60 Teilnehmern der Aktion im wahrsten Sinne des Wortes vor Augen zu führen, wie schlecht es um die Wasserqualität bestellt ist, füllten wir zunächst ein Aquarium mit 20 Liter Seewasser“, sagt Claudia Hakelberg, Sprecherin der See-AG. Das war so trübe, dass man nicht hindurchsehen konnte. Danach wurden Wasserproben gezogen, die sich jeder unter einem Mikroskop ansehen konnte. Dabei waren viele Kleinlebewesen und auch Verschmutzungen zu erkennen.

Dass das Ökosystem des Sees nicht mehr intakt ist, wissen auch die Bezirkspolitiker. Das wird allein schon bei einem Blick auf Wasseroberfläche deutlich. Bei sommerlicher Hitze sieht man grün-blaue und schleimige Ablagerungen. Außerdem stinkt es über alle Maßen. Deshalb beschloss die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) vor einigen Monaten, dass das Bezirksamt nach einem Gutachten die Sanierung des Sees in Angriff nehmen soll.

Gutachten liegt vor

Im Frühjahr wurde dieses Gutachten vom Büro für Ingenieurbiologie, Umweltplanung und Wasserbau Kovalev & Spundflasch vorgestellt. Jetzt werden innerhalb der zuständigen Bezirksamtsabteilungen konkrete Sanierungsmaßnahmen beraten. Voraussichtlich im Herbst will man die Planungen mit dem Arbeitskreis Wilhelmsruher See besprechen.

Allerdings: Nach Stand der Dinge wird sich vor 2017 am Zustand des Gewässers wohl nichts ändern. Die Sanierung kostet Geld, mindestens eine halbe Million Euro. Das muss erst einmal bereitgestellt werden. Mit diesem Zeithorizont wollen sich die Wilhelmsruher aber nicht zufriedengeben. Sie fordern einen früheren Beginn der Arbeiten. BW

Wer das Anliegen des Arbeitskreises unterstützten möchte, kann sich mit Claudia Hakelberg über den E-Mail-Kontakt WilhelmsruherSee@leben-in-wilhelmsruh.dein Verbindung setzen.
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