Bundespräsident zeichnete Bernhard Antmann mit dem Bundesverdienstkreuz

Arbeitssenatorin Dilek Kolat heftete Bernhard Antmann das Bundesverdienstkreuz an. (Foto: BW)
 
Berlins Arbeitssenatorin Dilek Kolat überreichte Bernhard Antmann das Bundesverdienstkreuz. (Foto: BW)

Wilhelmsruh. Bundespräsident Joachim Gauck hat den Leiter des ABB Training Centers, Bernhard Antmann, das Bundesverdienstkreuz verliehen. Damit würdigt er unter anderem das Engagement des 66-Jährigen für die Ausbildung junger Leute.

Überreicht wurde Antmann das Bundesverdienstkreuz auf einer Festveranstaltung im PankowPark von Berlins Bürgermeisterin und Arbeitssenatorin Dilek Kolat (SPD). Diese lobt Antmann in ihrer Laudatio als einen Mann, der sich immer wieder neue Ziele im Leben sucht und der es versteht, Dinge auf den Weg zu bringen. "Er erwartet dafür eigentlich keine Danksagung. Wenn die Dinge laufen, ist ihm das Dank genug", so die Senatorin.

Wie das bei Bernhard Antmann so läuft, erlebte Dilek Kolat hautnah mit. Sie war gerade frisch in ihr Amt gewählt, da saß sie mit dem Leiter des ABB Training Centers an einem Tisch. "Wir überlegten, wie wir noch mehr junge Frauen für gewerblich-technische Berufe begeistern könnten", erinnert sie sich. Im Gespräch mit ihm entstand spontan die Idee zu "girls a tec". Junge Frauen, die kürzlich eine Ausbildung in einem gewerblich-technischen Beruf begannen oder gerade abschlossen, werden in diesem Projekt zu Botschafterinnen für ihre Berufe. Sie werben an Schulen unter den Mädchen für den Nachwuchs. Antmann machte sich mit seinem Team sogleich an die Umsetzung der Idee. Mit großem Erfolg. "Heute ist sein Name untrennbar mit diesem Projekt verbunden", sagt Delik Kolat.

Der jüngste Coup von Bernhard Antmann ist, dass er den ABB-Vorstand davon überzeugen konnte, im PankowPark ein zusätzliches Gebäude für das ABB Training Center zu bauen. Im September war Baubeginn. Zum Start des Ausbildungsjahres 2016/2017 soll das Gebäude fertig sein. In ihm wird es dann nicht nur mehr Raum für die stetig wachsende Zahl von Azubis geben, dort sollen auch Praktikumsräume für Oberschüler entstehen.

Dass sich Bernhard Antmann so für die Ausbildung junger Leute engagiert, liegt auch in seiner Biografie. Er ließ sich ab 1966 im damaligen VEB Bergmann zum Dreher ausbilden. Danach absolvierte er ein Studium zum Maschinenbauingenieur. Außerdem qualifizierte er sich zum Ingenieurpädagogen und wurde Ausbilder in der Berufsschule von Bergmann Borsig.

Als die Zukunft der Bildungseinrichtung nach 1990 auf der Kippe stand, gehörte er zu denen, die den Standort für die Ausbildung erhalten und ausbauen wollten. Inzwischen hat das Training Center bundesweit einen hervorragenden Ruf. Zur Eröffnung jedes Ausbildungsjahres kommen Spitzenpolitiker nach Wilhelmsruh. Dazu zählten unter anderem schon der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), aber auch mehrere Bundesminister.

Neben dem Thema Ausbildung engagiert sich Bernhard Antmann seit 25 Jahren im Sportverein SG Bergmann-Borsig. Als Vorstand kümmert er sich um die Finanzen des 1300 Mitglieder starken Sportvereins. Im Verein spielt er leidenschaftlich Fußball. Jedes Wochenende gibt er bei Spielen alles, berichten seine Sportskameraden. Auch wenn er sich auf dem Fußballplatz mal eine Blessur zugezogen hat, montags kommt Bernhard Antmann trotzdem, wenn auch manchmal humpelnd, zur Arbeit.

Mit 66 Jahren könnte Bernhard Antmann eigentlich in den Ruhestand gehen. Aber weder will ABB ihn schon gehen lassen, noch möchte er es. Immerhin hat er noch dafür zu sorgen, dass das Bauvorhaben des ABB Training Center fertig wird. Aber, so war zur Ordensverleihung zu vernehmen, noch vor seinem 70. Lebensjahr wird sich der Macher Bernhard Antmann doch in den Ruhestand verabschieden.


Bernd Wähner / BW
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