Neuer Vorstoß zur Sanierung des Wilhelmsruher Sees

Der Wilhelmsruher See ist für viele Bewohner des Ortsteils ein wichtiges Naherholungsgebiet. (Foto: SPD Wilhelmsruh-Rosenthal)

Wilhelmsruh. Im Hochsommer stinkt es an seinem Ufer erbärmlich. Der Wilhelmsruher See ist dann gar nicht mehr so idyllisch, wie er noch im Frühjahr scheint.

Das soll sich jetzt ändern, hofft die SPD-Abteilung Wilhelmsruh-Rosenthal. Deshalb stellt sie auf der nächsten Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung am 21. Mai den Antrag, zeitnah ein Sanierungskonzept für den Wilhelmsruher See zu erarbeiten. In diesem sollen Wege aufgezeigt werden, wie die Wasserqualität verbessert werden kann.

Das Büro für Ingenieurbiologie, Umweltplanung und Wasserbau Kovalev & Spundflasch hatte bereits Voruntersuchungen zum See erstellt. In diesen wird bestätigt, was im Hochsommer jeder deutlich wahrnehmen kann: Der See kippt um. Die Geruchsbelästigung ist erheblich. Das Wasser färbt sich grün-blau und bildet schleimige Ablagerungen. Die schlechte Wasserqualität, verbunden mit Geruchsbelästigung und Fischsterben, macht eine Sanierung des Wilhelmsruher Sees erforderlich.

Neben den ökologischen Aspekten sollten aber auch die Interessen der Bürger berücksichtigt werden. Die nutzen das Ufer des Sees zu allen Jahreszeiten für Freizeitaktivitäten, meinen die Mitglieder der örtlichen SPD-Abteilung. Deshalb sollten bei der Erstellung eines Sanierungskonzeptes die Wilhelmsruher Bürger auch beteiligt werden. Dazu könnten erste Vorschläge des Bezirksamtes zum Beispiel auf einer öffentlichen Veranstaltung vorgestellt und diskutiert werden.

Der Zeitpunkt der Entstehung des Wilhelmsruher Sees wird auf etwa 1895 datiert. Er bildete sich in einem früheren Torfstich und Sumpf. Viele Jahre gab dort ein Seebad. Bereits Ende der 40er-Jahre wurden im See aber Krankheitserreger in hoher Zahl festgestellt, und er wurde für den Badebetrieb gesperrt. In den 50er-Jahren wurde um den See herum eine künstliche Uferbegrenzung aus Beton angelegt. Im Hochsommer wird der See von den Anwohnern seit vielen Jahren gemieden, weil es an seinen Ufern zu sehr stinkt. Deshalb beschloss die BVV bereits im Sommer 2007 zu prüfen, wie der See renaturiert werden kann. Im Herbst desselben Jahres teilte das Bezirksamt der BVV allerdings mit, dass für eine Renaturierung des Sees keine Mittel im Haushalt zur Verfügung stünden. Inzwischen sind sieben Jahre ins Land gegangen, und der Zustand des Gewässers hat sich weiter verschlechtert.

Die nächste Sitzung der Bezirksverordneten findet am 21. Mai um 17.30 Uhr im BVV-Saal in der Fröbelstraße 17 statt.

Bernd Wähner / BW
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