Angesichts neuer Bauvorhaben fordern die Verordneten ein Verkehrskonzept für Wilhelmsruh

Auf der Hauptstraße in Wilhelmsruh gibt es auch ohne die Neubauten bereits viel Autoverkehr. (Foto: Bernd Wähner)

Wilhelmsruh. Im Ortsteil werden so viele Wohnungen gebaut wie lange nicht. Und noch sind nicht alle Planungen umgesetzt. Doch nicht nur in den Wohnungsbau, auch in die Verkehrsinfrastruktur muss investiert werden.

Deshalb erteilten die Pankower Verordneten dem Bezirksamt den Auftrag, ein Verkehrskonzept zu erarbeiten. Mit diesem soll nicht nur die Anbindung des neuen Quartiers Wilhelmsruher Tor geklärt werden, sondern auch Lösungen für die angespannte Verkehrssituation im gesamten Südosten von Wilhelmsruh bis zur Germanenstraße und Straße vor Schönholz vorgeschlagen werden. Darüber hinaus sollten auch kurzfristige Maßnahmen zur Ertüchtigung des Waldstegs und gegebenenfalls weiterer Straßen in der Siedlung am Waldsteg geprüft werden, fordert die Bezirksverordnetenversammlung (BVV).

Anlass für diesen Beschluss waren Gespräche der Verordneten, die im Rahmen der Bürgerbeteiligung zum Vorhaben „Wilhelmsruher Tor“ geführt wurden. Es zeigte sich, dass die Pläne zwar bei den Wilhelmsruhern überwiegend Zustimmung finden, aber sie noch erhebliche Probleme in der Verkehrserschließung für dieses Gebiet sehen. Deshalb griff die SPD Wilhelmsruh-Rosenthal dieses Thema auf und stellte einen entsprechenden Antrag in der BVV.

Man unterstütze und begrüße das Bauprojekt, erklärt die SPD-Verordnete Claudia Hakelberg. Bei der anstehenden weiteren Planung sei es nun aber wichtig, die Konsequenzen eines solchen Neubauprojektes für die Verkehrsplanung angemessen und rechtzeitig zu berücksichtigen. Immerhin sollen auf einer Fläche von circa 29 000 Quadratmetern an der Kopenhagener Straße 96 unweit vom S-Bahnhof Wilhelmsruh 400 Wohnungen, eine Kita sowie Gewerbeeinrichtungen gebaut werden. Bauherren sind die Unternehmen NCC Deutschland und die MBS Projekt GmbH. Auf der Fläche gegenüber, in der Kopenhagener Straße 101, wird indes bereits fleißig gebaut. Dort errichtet die Haberent Baugesellschaft mbH sechs Mehrfamilienhäuser mit 119 Wohnungen. Diese sollen bis November 2017 fertig sein und werden von der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Gesobau erworben.

Gerade die Kopenhagener Straße und im weiteren Verlauf die Hauptstraße sind bereits jetzt stark befahren. Daher ist abzusehen, dass ohne ein gelungenes Verkehrskonzept das Wilhelmsruher Ortsteilzentrum noch weiter belastet wird. BW
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