Aula an Schmid-Oberschule bleibt aber gesperrt

Wilhelmstadt. An der Carlo-Schmid-Oberschule werden die ersten Brandsicherheitsmängel beseitigt. 300 000 Euro kommen dafür aus der Bezirkskasse. Die Aula bleibt weiterhin gesperrt.

Bei der letzten Begutachtung der Oberschule an der Lutoner Straße 15/19 hatte der Brandschutzgutachter beträchtliche Mängel bei der Belüftungs- und Entrauchungsanlage festgestellt (wir berichteten). Die Aula der Schule war daraufhin gesperrt und eine entsprechende Planung in Auftrag gegeben worden, um die Mängel möglichst schnell zu beseitigen. In Absprache mit dem Brandschutzgutachter und der Bauaufsicht werden nun zunächst sogenannte Kompensationsmaßnahmen durchgeführt. Die Schule bekommt zusätzliche Rauchmelder, die Brandschutztüren werden überprüft und wenn nötig instand gesetzt, Elektroverteiler Brandschutz verkleidet und die Lüftungsanlage repariert. 300 000 Euro fließen dafür in diesem Jahr aus dem Bezirkshaushalt. Für 2015 und 2016 wurden Fördermittel in Höhe von 1,5 Millionen Euro über das Programm "Soziale Stadt" angemeldet. "Eine Förderzusage liegt uns noch nicht vor. Sie wird aber Anfang 2015 erwartet", so Bürgermeister Helmut Kleebank (SPD). Mit dem Geld sind dann die Aula, das Schulfoyer und umliegende Räume brandsicher ausgerüstet werden und zwar möglichst bei laufendem Schulbetrieb. Da der Bürgermeister mit mehreren Bauabschnitten rechnet, "reichen die Ferien dafür nicht aus." Darüber hinaus muss die Schule über die jährliche Pflichtkür hinaus regelmäßig Brandschutzübungen abhalten. In vielen der meist alten Schulgebäude in Spandau fehlen zweite Rettungswege, Brandsicherheitstüren oder Hausalarmanlagen. Andere Mängel sind hausgemacht, etwa wenn Fluchtwege verstellt und brennbare Stoffe in Fluren, Kellern oder unter Dächern gelagert werden. Defizite im Brandschutz wurden aktuell auch in der Grundschule am Gartenfeld festgestellt. Mit ein Grund für die Brandschutzmängel ist der hohe Sanierungsrückstau bei den Schulen. 110 Millionen Euro bräuchte der Bezirk, um alle Sanierungsfälle abzuarbeiten, davon allein 59 Millionen Euro für die Gebäudeinstandsetzung und 20 Millionen Euro für Sanitäranlagen.


Ulrike Kiefert / uk
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