Freybrücke doch mit Bögen: Große Unterschiede zum historischen Vorbild

Wilhelmstadt. In unserem Artikel über die Freybrücke vom 25. März haben wir den Neubau als schmucklos bezeichnet und berichtet, dass dieser keine Bögen haben wird. Unser Leser Lutz Schneeweiß aus Haselhorst informierte uns, dass die Zukunft der Brücke ein wenig anders aussieht.

Richtig ist, dass der Neubau Bögen haben wird. Nach Angaben der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung sind beim Ersatzbau "die Bögen … im oberen Drittel betont schlank gehalten". Neu sei die Gestaltung mit netzartig angeordneten Hängern, die das Tragsystem mit dem Fahrbahndeck verbinden. Eben diese Gestaltung erweckt gegenüber der abgerissenen Brückengestaltung den "schmucklosen" Eindruck. Bei der boten die gitterartigen Verstrebungen der Bögen einen deutlich anderen architektonischen Eindruck.

Gleiches wird für die künftigen Brückengeländer gelten. Sie werden nach den vorliegenden Plänen "architektonisch gestaltet". Ein Versuch, mit den historischen Geländern wenigstens ein Stück der historischen Freybrücke zu erhalten, scheiterte 2011. Im damaligen Februar hatte die damals noch in der Bezirksverordnetenversammlung vertretene Fraktion der "Panther" gefordert, das Geländer des Bauwerks vor der Vernichtung zu retten. Nach ihren Vorstellungen sollten sie in den Neubau integriert werden. Der Versuch scheiterte jedoch.


Michael Uhde / Ud
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