Fotoausstellung "Kindheit in der Wilhelmstadt"

In der Ausstellung entdeckte Christel Matzke (78) ein historisches Foto des Grimnitzseewegs. Hier hatte die Wilhelmstädterin lange Jahre gelebt. (Foto: Uhde)

Wilhelmstadt. Eine Fotoausstellung von Wilhelmstädtern für Wilhelmstädter geht auf Kieztour. Am 17. Oktober um 15.30 Uhr eröffneten Frank Bewig (CDU), Stadtrat für Soziales und Gesundheit, und Residenzleiter Jörg Fossan die Präsentation "Kindheit in der Wilhelmstadt" in der "Agaplesion Residenz Havelgarten" am Spandauer Burgwall 27. Die Ausstellung kann dort bis zum 30. November täglich von 9 bis 18 Uhr bei freiem Eintritt besucht werden.

Die Fotoausstellung hatte eine Gruppe von 15 Wilhelmstädtern unter Leitung von Andreas Wilke vom Koordinationsbüro für Stadtentwicklung und Projektmanagement im Frühjahr 2014 im Rahmen des Programms "Aktive Zentren" im Stadtteilladen an der Adamstraße 39 zusammengestellt. Dort wurde sie seit dem 4. Juni gezeigt und von mehr als 600 Gästen besucht. Nun macht sich die Ausstellung auf die geplante "Wanderschaft" durch den Kiez, um sie möglichst vielen weiteren Besuchern zugänglich zu machen. Start der Kieztour war jetzt in der Seniorenresidenz.

Für die von der Abteilung Stadtentwicklung des Bezirksamts initiierte Ausstellung hatten die überwiegend älteren Wilhelmstädter aus ihren Fotoalben so manches Foto aus ihren Kindheitstagen in der Wilhelmstadt ausgesucht. Im Stadtteilladen wurden die oft schon historischen Aufnahmen gesichtet und den verschiedenen Themen der Fotoausstellung zugeordnet.

So präsentiert sie nun ein vielfältiges Bild aus der Historie des Kiezes. Dabei geht es etwa um die Konfirmation, andere Foto-Tafeln berichten über die Schulzeit, die Freizeit in der Wilhelmstadt oder Einkaufsgewohnheiten vor der "Erfindung des Supermarkts". Für Bewig ist diese Ausstellung "eine unwiederbringliche Dokumentation, die nicht nur älteren Wilhelmstädtern vergangene Zeiten wieder vor Augen führt, sondern auch so manchem Jugendlichen zeigen kann, wie das früher alles einmal gewesen ist".

Begeistert davon, dass "eine so interessante Dokumentation ganz privater Erinnerungen aus dem Kiez hier bei uns gezeigt wird", zeigte sich Residenzbewohnerin Christel Matzke (78). Sie ist selbst in der Wilhelmstadt geboren. Gebannt stand sie vor zwei Fotos, die die einst von ihr besuchte Schule und den Grimnitzseeweg zeigen. "Hier am Grimnitzseeweg habe ich lange Jahre gewohnt", sagte die Seniorin.

"Unser Projekt mit historischen Erinnerungen aus der Wilhelmstadt wird fortgesetzt", so Wilke. So habe sich eine Gruppe ehemaliger Mieter zusammengefunden, die eine Dokumentation über das abgerissene Haus an der Wilhelmstraße 3 zusammenstellen wolle. Zudem wolle man die Geschichte des Bauernhofs auf dem Hinterhof an der Adamstraße dokumentieren.


Michael Uhde / Ud
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